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Hintergrund
Mit Bus und Bahn zu fahren ist umweltfreundlich. Busse und Bahnen verbrauchen viel weniger Energie als Autos, verursachen entsprechend weniger Schadstoffe und benötigen nicht annähernd so viel Fläche.
Busse und Bahnen sind in vielen Orten schon längst besser als ihr Ruf. Probieren Sie es aus!
Rat und Tat
Mobilitätszentralen geben Auskunft
Wer wissen will, wann und wo Busse oder Bahnen fahren, wie ein Anruf-Sammel-Taxi funktioniert, was welche Strecke kostet, welche besonderen Tickets es gibt u. Ä. m. sollte sich an den jeweiligen Anbieter wenden. Viele Verkehrsunternehmen haben mittlerweile Mobilitätszentralen oder Beratungsstellen eingerichtet, in denen Sie sich genauestens informieren können.
Adressen der Mobilitätszentralen in Ihrer Nähe finden Sie unten in der Rubrik Ansprechpartner.
Verkehrsinfo NRW
Eine weitere gute Informationsquelle sind die Seiten der Landesinitiative Verkehrsinfo NRW. Unter der Adresse wwww.verkehrsinfo.nrw.de hat die Landesintiative einen einfachen Zugang zu allen Verkehrsinformationen im Internet für NRW geschaffen.
Fahrpreise, Tarife
In Ostwestfalen-Lippe gelten folgende Tarife:
Der Sechser, Informationen unter www.dersechser.de
Hochstift-Tarif, Informationen unter Nahverkehr Paderborn/Höxter
Eine Übersicht aller landesweiten Tickets finden Sie unter www.nahverkehr.nrw.de
In den Tarifgebieten „Der Sechser“ und „Hochstift“ gibt es für Unternehmen und Verwaltungen Angebote für ein Job-Ticket. Damit kann der tägliche Weg zur Arbeit preisgünstiger zurückgelegt werden. Auch in der Freizeit macht das Job-Ticket mobil. In der Regel wird das Job-Ticket über den Arbeitgeber bezogen.
Im Tarifraum „Der Sechser“ (Die Kreise Minden-Lübbecke, Herford, Lippe, Gütersloh und die Stadt Bielefeld) gibt es einen Rabatt auf das „Sechser-Abo“ von bis zu 10 Prozent, bezogen auf den normalen Ticketpreis. Noch wesentlich günstiger ist das Firmen-Abo. Das Firmen-Abo ist allerdings personenbezogen und bietet keine Mitnahmemöglichkeit weiterer Personen abends oder am Wochenende.
Im „Hochstifttarif“ (Die Kreise Paderborn und Höxter) gibt es Rabatte auf die Abo-Card bzw. das PaderTicket von bis zu 30 Prozent.
Informationen unter:
Tarifraum „Der Sechser“: info@mobiel.de, Tel. 0521/51-7006
Tarifraum „Hochstift“: info@vph.de, Tel. 05251/20130

Fahrgastrechte - Entschädigungen bei unpünktlichen Zügen
Bahnkunden des Nah- und Fernverkehrs in Deutschland haben seit 2009 erstmals einen gesetzlich verankerten Anspruch auf Fahrpreiserstattung oder auf die Nutzung eines anderen Verkehrsmittels, wenn Züge stark verspätet sind.
Die genauen Regelungen dieses Fahrgastrechtegesetzes finden sich in der Broschüre der Schlichtungsstelle Mobilität Neue_Fahrgastrechte
Mobilitätsgarantie NRW
Die Mobilitätsgarantie NRW gilt einheitlich im ganhen Land. Bei Verspätungen von Bussen und Bahnen (mehr als 20 Minuten) können Sie für Ihre Fahrt einen Fernverkehrszug (IC/EC oder ICE) nutzen oder ein Taxi zum Ziel nehmen. Die zusätzlichen Kosten für den Fernverkehrszug werden Ihnen erstattet. Die Taxikosten werden Ihnen bis zu einer Höhe von 20 Euro pro Person erstattet. Weitere Informationen unter www.nahverkehr.nrw.de/mobilitaetsgarantie
Wenn Sie als Fahrgast Reklamationen und Beschwerden wegen Tarifen, Unpünktlichkeit usw. haben und mit dem Verkehrsunternehmen (im Nahverkehr) keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann, wenden Sie sich an die Schlichtungsstelle Nahverkehr www.schlichtungsstelle-nahverkehr.de.
Vielfältige Angebote stehen zur Verfügung. An dieser Stelle seien nur zwei Angebote aus der Region Ostwestfalen-Lippe genannt:
Bahnwandern: Beim Projekt Bahnwandern sind Wanderrouten so geplant, dass Start und Ziel jeweils Ortschaften mit Bahnanschluss sind www.bahnwandern.de.
Bahnradrouten: Bahnradrouten sind touristisch interessante, gut ausgeschilderte Radrouten, die immer wieder an Bahnhöfen vorbeiführen, so dass die Touren flexibel gestaltet werden können www.bahnradeln.de.
Viele weitere Angebote finden Sie im Infonetz auf den Seiten Freizeit/Reisen/Tourismus.
Die Entscheidung, fahre ich Auto oder Bahn, fällt oft bereits beim ersten Versuch sich eine Fahrkarte am Bahnschalter zu kaufen. Das Tarifsystem der Deutschen Bahn ist nicht nur unübersichtlich, sondern auch unlogisch. So macht es oft den Anschein, dass noch nicht einmal der Beamte am Schalter den günstigsten Tarif für die gewünschte Verbindung finden kann. Hier einige Tipps:
Aus Ostwestfalen-Lippe
Die Stadt Bielefeld beteiligt sich an dem EU-INTERREG-IVb-Projekt BAPTS (Boosting Advanced Public Transport Systems), mit dem die EU-Kommission zwischen 2008 und 2011 neun führende Städte und Regionen in Nordwesteuropa bei der Entwicklung konkreter Lösungen unterstützt, damit der Öffentliche Personen Nahverkehr (ÖPNV) noch attraktiver, bequemer, sicherer, zuverlässiger und umweltfreundlicher wird. Das Budget des BAPTS-Projekt beträgt mehr als 15 Millionen Euro. Die Stadt Bielefeld ist von den anderen Partnern zum Lead-Partner berufen worden. Damit ist sie für die fachliche und organisatorische Projektleitung verantwortlich.
Ziel des BAPTS-Projekts ist es, durch Zusammenarbeit der Partner Lösungen für die künftigen Anforderungen an den ÖPNV zu entwickeln. www.bielefeld.de/verkehr
Eine Erfolgsgeschichte für den öffentlichen Nahverkehr und für Bürgerschaftliches Engagement ist die Wieder-Inbetriebnahme der Bahnlinie zwischen Osnabrück und Bielefeld, „Haller Willem“. Alles über die Linie und die Initiative findet sich auf der Internetseite www.hallo-willem.de
Die KlimaEngel-Kampagne der Bielefelder mobiel macht auf den Beitrag des öffentlichen Nahverkehrs zum Klimaschutz aufmerksam. "moBiel ernennt ihre Fahrgäste zu KlimaEngeln - denn wer mit Bus & Bahn fährt, schützt aktiv das Klima.
moBiel bietet das ganze Jahr über viele Aktionen zum Mitmachen, spannende Veranstaltungen und mit der Baum-Pflanz-Aktion ein nachhaltiges Umweltprojekt. Mit den KlimaEngel-Artikeln können die Fahrgäste außerdem zeigen, dass sie KlimaEngel sind." Quelle und weitere Informationen zur Kampagne www.klimaengel-bielefeld.de
Broschüre "Komfortabel reisen in OstWestfalenLippe“
Damit die Zugfahrt in OWL besser planbar wird, werden in dieser Broschüre viele nützliche Informationen vermittelt; insbesondere für Zugreisende mit eingeschränkter Mobilität.
Alle 57 Bahnhöfe innerhalb der Stadt Bielefeld und der Kreise Gütersloh, Herford, Lippe sowie Minden-Lübbecke werden genannt. Mittels Symbolen werden die jeweiligen Ausstattungsmerkmale, wie zum Beispiel die barrierefreie Zuwegung oder das Vorhandensein von Automaten, bildhaft dargestellt. Neben den Bahn-steighöhen können die Fahrgäste mittels des integrierten Liniennetzplans sehen, welche Zuglinien am Bahnhof halten.
Die Broschüre ist an allen größeren Bahnhöfen, einer Vielzahl an Kundenzentren des Tarifraums „Der Sechser“ und bei den Anlaufstellen der Bahnhofsmissionen sowie in vielen Zügen erhältlich. Interessierte können sie auch unter www.vvowl.de als Datei abrufen oder einfach bestellen.
Ansprechpartner
OWL Verkehr
In der OWL Verkehr GmbH sind alle 37 in der Region Ostwestfalen-Lippe tätigen Bus-, StadtBahn- und Schienenverkehrsunternehmen zusammengeschlossen
Mobilitätszentralen
Bielefeld
moBiel Haus, Niederwall 9
33602 Bielefeld
Tel: (0 521) 51 78 30
Bünde
Stadtbus Bünde
Museumsplatz 9
32257 Bünde
Tel: (0 52 23) 18 81 22
Detmold
KVG Lippe „InfoThek“
Lange Str. 77
Minden
Service-Center Minden
am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB)
32423 Minden
Tel: (0 571) 26 85 0
Gütersloh
Auskunftszentrale Gütersloh
am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB)
33334 Gütersloh
Tel: (0 180 1) 33 99 33
Busverkehr Ostwestfalen GmbH
Nahverkehrsverbund Paderborn /Höxter
go.on. Gesellschaft für Bus- und Schienenverkehr mbH
Die Schlaue Nummer für Bus und Bahn in NRW
Unter der Telefonnummer 01803/ 504030 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) erhalten Bus- und Bahnkunden Fahrplanauskünfte, "rund um die Uhr", an allen Tagen im Jahr. Zusätzlich können Störmeldungen und andere Besonderheiten zeitnah abgefragt werden.
Mobilitätsagenten der Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft
"MobilAgenten" sind Nachbarn, die über Bus und Bahn informieren, Freizeitangebote aufzeigen, Tipps zum Fahrkartenkauf geben und sich um Probleme und Schwierigkeiten mit Verkehrsunternehmen kümmern. Sie sind in der Nähe, man kennt sie und ihnen vertraut man eher als Fremden. Man muss keine weiten Wege zurücklegen, um sich zu informieren, man kann sie anrufen, auch mal außerhalb fester Geschäftszeiten, vielleicht sogar am Wochenende. Die MobilAgenten können aktive Hilfe leisten, sie kommen nicht nur einmal im Jahr zum Ort, so wie der ColumBus, sondern sie sind immer in der Nähe. Und sie kennen sich in der Umgebung aus, wissen um die Besonderheiten der Orte und ihrer Einwohner." aus: www.mobilagenten.de Auf dieser Internetseite können Bürger aus dem Gebiet Minden/Herford auch gleich nach einem Berater in ihrem Ort schauen.
Pinnwand
Haben Sie sich nicht schon immer mal gewünscht ihr Auto stehen zu lassen, in den Bus zu steigen und nichts für die Fahrkarte zu bezahlen? Anschließend ruhig durch die große Fußgängerzone ihrer Stadt schlendern, ohne von den Abgasen der Autos erstickt zu werden? In Hasselt, einer Stadt in Belgien, wurde genau dieser Wunsch verwirklicht. Seit 1997 müssen die Fahrgäste nichts mehr für die Busse bezahlen. Es gibt eine große Fußgängerzone, 800 Parkplätze wurden abgeschafft und die Zentrumsbusse verkehren alle 5 Minuten. Die Zahl der Fahrgäste ist seit 1997 von 30.000 auf vier Millionen im Jahr gestiegen. Ein positiver Nebeneffekt sind die gestiegenen Einnahmen der Stadt durch Gewerbesteuern, da es seitdem viele neue Geschäfte in Hasselt gibt. Leider ist dieses Konzept in Deutschland noch nicht umgesetzt worden, auch wenn einige Städte bereits kostenlose Verbindung am Wochenende anbieten.
Kostenloses Busfahren auch in Gütersloh
Umweltschützer wollen in Gütersloh das kostenlose Busfahren durchsetzen. Die Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (GNU) startete dazu in der Fußgängerzone eine Unterschriftenaktion. Güterslohs Partnerstadt Chateauroux ist für die Naturschützer das Vorbild. Dort laufe der Nulltarif im Nahverkehr schon seit Jahren als Erfolgsmodell, sagte Sprecherin Angelika Daum. www.gnu-gt.de
Seit Mitte der 90er Jahre gibt es in vielen Städten und Gemeinden, insbesondere für dünn besiedelte Orts- oder Stadtteile, die nicht von städtischen Bussen bedient werden, Bürgerbusse. Der Bürgerbus ist eine Buslinie, die sich in der Regel auf eine privaten Initiative gründet, um Lücken im öffentlichen Personennahverkehr auszugleichen. Die Organisation der Linie erfolgt durch einen lokalen Bürgerbusverein. Die Vereine arbeiten meist auf ehrenamtlicher Basis und finanzieren sich vorwiegend über Spenden. Die Fahrzeuge sind klein, so dass zum einen kein besonderer Busführerschein notwendig ist, zum anderen Strecken, die aufgrund ihrer räumlichen Lage nicht von großen Bussen der Verkehrsunternehmen bedient werden, angefahren werden können. Nähere Informationen zu Bürgerbusvereinen in Ihrer Näher erhalten Sie auf der Seite:
Unterrichtsmaterialien
Vorbei sind die Zeiten, als Eltern und Lehrer über übergewichtige und lustlose Kinder klagten. Aus Großbritannien erreicht uns eine Idee, die sowohl das Problem der mangelnden körperlichen Betätigung unserer Kinder löst, als auch den Verkehr entlastet. Der Schulweg wird sicherer und macht Spaß! Die Idee, die dahinter steckt ist der „Walking-Bus“. Der Walking Bus ist die neueste, lustige, gesunde und sichere Art zur Schule und wieder nach Hause zu gelangen. Die Kinder fahren nicht wie gewohnt mit den Eltern oder dem Schulbus zur Schule, sondern sie laufen in einer Gruppe mit Begleitung von Erwachsenen entlang einer festgelegten Route und sammeln an speziellen Haltestellen weitere Kinder ein. Die Sicherheit hat dabei höchste Priorität, z.B. tragen alle Beteiligten reflektierende Jacken oder Westen. Professor Dr. Wolf-Dietrich Brettscheider von der Uni Paderborn hat das Projekt als erster nach Deutschland geholt. Inzwischen sind in Paderborn acht Grundschulen und mehr als 500 Kinder dabei. Nähere Informationen zum Projekt erhalten Sie auf der Seite.
www.walking-bus.de. Das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW hat eine Broschüre zum Thema „Walking Bus" herausgebracht.
Spitta, P. (2005). Praxisbuch Mobilitätserziehung. Unterrichtsideen, Projekte und Material für die Grundschule. Berlin
Projekt „up to you! Bus&Bahn machen Schule
Linkliste
Preisauskünfte, Fahrpläne, verschiedene NRW- Tickets und mehr
Deutsche Bundesbahn
Deutsche Bundesbahn/regional/NRW
Verkehrsverbund OstWestfalenLippe
mobiel
Der Sechser
Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter
NordWestBahn
eurobahn
WestfalenBahn
Verkehrsclub Deutschland, VCD
Fahrgastverband Pro Bahn
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
Informationen über Bürgerbusse und Bürgerbusvereine
Deutsches Institut für Verkehr und Umwelt (DIVU)
Literatur
Umweltbundesamt (2009). Daten zum Verkehr.
www.umweltbundesamt.de/infomedien
Werner, P. (2000). 1. Klasse für alle. Sieben Bausteine zum exzellenten Nahverkehrs-Unternehmen. Freiburg: Öko-Institut.
Verkehrsclub Deutschland, VCD (2001). Bus, Bahn und Pkw im Umweltvergleich. Der ÖPNV im Wettbewerb. Bonn: Verkehrsclub Deutschland.
Gertz, C./ Stein, A. (Hg.)(2004). Raum und Verkehr gestalten. Berlin: Sigma.
Perner, T./ Schöne, P./ Brosig, H.(2000). Das Dresdner Modell – Car-Sharing und ÖPNV. Dresden: Schriftenreihe des Dresdner Instituts für Verkehr und Umwelt.
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (2006). Verkehr in Zahlen 2006/2007. Deutscher Verkehrs-Verlag. Hamburg.
Verwandte Themen
Bildnachweis
Strassenbahn: © H.-G. Oed / Bundesumweltministerium
Stadtbahnhaltestelle in Bielefeld: © Margarete Rühl
Busbahnhof: © H.-G. Oed / Bundesumweltministerium