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Ökologische Landwirtschaft / Biohöfe

Hintergrund

Hofladen

Die Vorteile der ökologischen Erzeugung von Lebensmitteln sind allenthalben anerkannt. Die Bewirtschaftung erfolgt umweltschonend und die Tiere werden artgerecht gehalten.

Immer mehr Landwirte stellen ihren Betrieb auf ökologischen Landbau um. Immer mehr Menschen bevorzugen Lebensmittel vom Biobauern, nicht nur dann wenn wieder mal ein Lebensmittelskandal Thema in allen Medien ist. Aber was unterscheidet eigentlich einen Biohof von einem "normalen" Bauernhof? Welches sind die Merkmale der ökologischen Landwirtschaft? Woran können wir ökologisch erzeugte Lebensmittel erkennnen?

 

Rat und Tat

Ökologischer Landbau

„Ökologisch wirtschaftende Landwirtinnen und Landwirte erhalten die Bodenfruchtbarkeit überwiegend aus den eigenen Kräften des Betriebes, streben eine Kreislaufwirtschaft mit möglichst geschlossenen Nährstoffzyklen an und nutzen die Kräfte der Selbstregulation im Ökosystem. Sie halten ihre Tiere möglichst tiergerecht und füttern sie nahezu ausschließlich mit betriebseigenen Futtermitteln. In der Tierbehandlung haben phytotherapeutische Mittel auf pflanzlicher Basis und homöopathische Präparate Vorrang.“ (Quelle: Landesministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Umwelt- und Landwirtschaftsministerium NRW)

 

Eine ausführliche Beschreibung des Öko-Landbaus finden Sie auf der Internetseite www.oekolandbau.de des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Stichworte wie geschlossener Betriebskreislauf, Fruchtfolge, Unkrautregulierung ohne Chemie, Fruchtfolge, artgerechte Tierhaltung, Stärkung der pflanzeneignen Abwehrkräfte werden hier erklärt.

 

Schweine im Stroh mit Auslauf

Vorteile des Ökolandbaus

Der ökologische Landbau ist umweltverträglicher als die konventionelle Landwirtschaft. Der Umgang mit Boden, Grundwasser und Energie ist sorgsamer. Tiere werden artgerecht gehaltten. Auf Chemikalien, die die umwelt- und gesundheitsschädlich sind kommen nicht zum Einsatz. Gleichzeitig werden durch den ökologischen Landbau auch seltene Pflanzen und Tiere in besonderem Maße geschützt. Die Existenz von klaren Erzeugungs- und Verarbeitungsrichtlinien und staatlichen Kontrollmechanismen sichert den hohen Qualitätsstandard des ökologischen Landbaus.

 

Wie erklären sich die (höheren) Preise?

Die Erträge der Betriebe, die ökologisch anbauen, sind nachweislich niedriger, gleichzeitig ist das Anbaurisiko jedoch höher. Die Betriebe sind vielseitiger und Öko-Landbau ist wesentlich arbeitsintensiver als die konventionelle Landwirtschaft.

 

Wie wird der ökologische Landbau kontrolliert?

Der gesetzliche Rahmen für die Kontrolle wurde durch die Verordung (EWG) Nr. 2092/91 "Ökologischer Landbau" geschaffen. Staatlich zugelassene, private Kontrollstellen überprüfen erzeugende und verarbeitende Betriebe und den Handel auf Einhaltung der Verordnung. Die Kontrolleure statten allen Betrieben jährlich mindestens einen Kontrollbesuch ab und besichtigen die Felder, Ställe und Verarbeitungseinrichtungen. Sie führen außerdem unangekündigte Inspektionsbesichtigungen durch und ziehen gegebenenfalls Proben. Die privaten Kontrollstellen werden regelmäßig durch das Landesamt für Ernährungswirtschaft und Jagd des Landes Nordrhein-Westfalen überwacht. Aber auch die Betriebe selbst leisten ihren Anteil für die Qualititässicherung. Sie füllen Kontrollberichte, Schlagkarteien und Stalltagebücher aus und müssen eine Betriebsbuchführung vorweisen.

 

Wo können Lebensmittel aus Öko-Anbau gekauft werden?

Oftmals können Lebensmittel aus ökologischem Anbau direkt am Hof gekauft werden. Haushalte, Schulen, Sportvereine oder Gastronomiebetriebe, können sich die Lebensmittel auch zustellen lassen (Abo-Kiste). Aber auch auf dem Wochenmarkt gibt es für gewöhnlich einen Marktstand, der Bio-Lebensmittel anbietet. Eine weitere Möglichkeit Lebensmittel aus ökologischem Anbau zu erwerben ist der Naturkostladen oder das Reformhaus. Mittlerweile finden sich Bio-Lebensmittel auch in beinahe jedem Supermarkt.

 

Wie sind Lebensmittel aus Öko-Anbau zu erkennen?

Bio-Siegel

Auf jedem verpackten Bio-Lebensmittel müssen der Name oder die Nummer der Ökokontrollstelle abgedruckt sein.

Vertiefende Erklärungen hierzu finden Sie auf der Seite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Ökokontrollstellen. Hier finden Sie auch eine Auflistung der deutschen Kontrollstellen.

Das offizielle Biosiegel, die Siegel der Öko-Anbauverbände sowie Bio-Marken vieler Handelketten weisen darauf hin, dass es sich um Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft handelt.

Die verschiedenen Zeichen und Gütesiegel finden Sie auf der Infonetz Seite Gütesiegel für Lebensmittel abgebildet und erläutert.

 

 

Aus Ostwestfalen-Lippe

bioregio-owl - Bio-Lebensmittel aus der Region

"Bioregio-owl" ist ein vom nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerium unterstütztes Projekt zur Regionalvermarktung von Öko-Produkten. Am Beispiel der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) soll nicht nur aufgezeigt werden, welche Faktoren für die Ausweitung eines regionalen Ökomarktes entscheidend sind. Es sollen auch konkrete Handlungsschritte mit Marktbeteiligten erarbeitet und umgesetzt werden und damit die Öko-Erzeugung und der Öko-Absatz gesteigert werden.
Das Projekt wird gemeinschaftlich von dem Bornheimer Forschungsinstitut AgroMilagro research, der Bonner PR-Agentur TK-SCRIPT,  dem Bioland-Bundesverband e.V. und dem Bundesverband der Regionalbewegung e.V. durchgeführt. Quelle und weitere Informationen unter www.bioregio-owl.de

 

Biotomaten

Ratgeber Bio in Bielefeld

Interessierte Konsumenten finden in Bielefeld einen aktuellen Einkaufsführer von Bündnis 90/ Die Grünen, "Bio in Bielefeld": Als Broschüre kostenlos im Büro der Grünen abzuholen oder als Download unter bio-in-bielefeld

 

Bioeinkauf in Lippe

Produkte aus ökologischem Anbau in Lippe, dazu finden Sie ein Verzeichnis der Anbieter unter www.bund-lemgo.de/biohoefe/bioprodukte

 

Der Bio-Einkaufsführer für Nordrhein-Westfalen

Hier finden Sie die Einkaufsadressen für 8 Regionen in Nordrhein-Westfalen. Eine ist Bielefeld und das östliche Westfalen. Sie können diese Adressen als PDF-Dateien herunterladen und ausdrucken.

Wenn Sie genauer nach Einkaufsadressen suchen möchten, hilft Ihnen die Suchfunktion weiter. Sie können nach Produkten, nach Regionen, nach Orten und nach Postleitzahlen suchen. www.oekolandbau-nrw.de

Sie können die Suchkriterien auch kombinieren, also zum Beispiel alle Hofläden in einem bestimmten Ort suchen.

 

Erlebnispfad Land(wirt)schaft

KulturLand Schelphof ist ein Gestaltungs- und Bildungsprojekt zur "Inszenierung" von landwirtschaftlichen Themen. Auf einem Erlebnispfad können Sie das Kulturland um den Schelphof herum erkunden und Landwirtschaft aus verschiedenen Perspektiven betrachten.

Hier können Sie (ökologische) Landwirtschaft bewusst entdecken, erfahren und erleben.

Weitere Informationen unter: www.kulturland-schelphof.de

 

 

Ansprechpartner

NRW-Informationsportal zum Ökolandbau

Das NRW-Informationsportal zum Ökolandbau richtet sich an Landwirte und Gärtner, die ihren Hof auf ökologischen Landbau umstellen wollen oder bereits umgestellt haben. Das Portal informiert auch interessierte Bürger, Beratungsfachkräfte und Multiplikatoren. Es bietet umfassende Informationen zu allen Themen des ökologischen Landbaus, von Pflanzenbau bis Tierhaltung, von Vermarktungswegen bis hin zu Fördermaßnahmen.

www.oekolandbau.nrw.de

 

Meine Landwirtschaft

Aktionsbündnis von Organisationen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen, die sich mit Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt, Naturschutz, Tierschutz, Verbraucherschutz, Gesundheit, regionaler und internationaler Entwicklung befassen.

www.meine-landwirtschaft.de

 

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Zentrale Münster

Nevinghoff 40, 48147 Münster

Tel.: 0251/ 5990, Fax: 0251/ 599362

E-Mail: info@lwk.nrw.de

www.landwirtschaftskammer.de

 

Auch alle Umweltberatungsstellen in der Region informieren über ökologische Landwirtschaft.

 

Pinnwand

Mehr als 200 ausgewählte Biohöfe laden ein

"Von Apfelanbau über Rosenzucht bis Ziegenhof – in Deutschland wirtschaften mehr als 21 000 Betriebe nach ökologischen Richtlinien. Aus dieser Vielfalt hat die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) über 200 Biohöfe als Demonstrationsbetriebe ausgewählt. Sie öffnen für Besucher und Vertreter der Presse ihre Türen und zeigen, wie Ökolandbau in der Praxis funktioniert. Ob Verbraucherinitiative, Händlervereinigung oder Schülergruppen, jeder kann bei den Demonstrationsbetrieben einen Blick in den Alltag des Betriebes werfen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen die Veranstaltungen in ihrer Region zu besuchen."

Quelle, Adressen u.m. unter www.oekolandbau.de/demonstrationsbetriebe

 

 

 

Unterrichtsmaterialien

Auf der Internetseite www.oekolandbau.de/lehrer finden sich verschiedenste Anregungen und Informationen zum Thema Öko-Landwirtschaft in Schule und Bildung.

„Im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau wurden Informationsmaterialien über den ökologischen Landbau und die Verarbeitung ökologischer Erzeugnisse erstellt. Diese Materialien können im Unterricht der allgemein bildenden Schulen, der einschlägigen Berufs- und Fachschulen sowie in der Weiterbildung eingesetzt werden.

Es steht für alle Schulformen eine große Vielfalt an Unterrichtsmaterialien zur Verfügung: sowohl methodisch-didaktische Hinweise für die Lehrkräfte als auch Arbeitsmaterialien für die Schüler wie Informationsmaterial, Foliensammlungen, Arbeitsblätter und Lösungen. Die herunterladbaren Dokumente werden meist als pdf zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen Vorschläge für Projekte und außerschulische Lernorte, interaktive Online-Lerneinheiten und weitere interessante Angebote.“ (Quelle: www.oekolandbau.de/lehrer/)

 

Linkliste

Bioprodukte im Supermarkt

NRW-Informationsportal zum Ökolandbau

www.oekolandbau.nrw.de

 

Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft (Folgeorganisation der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau)

www.boelw.de

 

Meine Landwirtschaft

www.meine-landwirtschaft.de

 

Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung

www.landwirtschaftsministerium.de

 

Nordrheinwestfälisches Landwirtschaftsministerium

www.umwelt.nrw.de/

 

Bio-Siegel

Informationen zur Nutzung des staatlichen Bio-Siegels, aktuelle Nutzerzahlen, Portraits von Bio-Siegel-Nutzern

www.bio-siegel.de

 

Stiftung Ökologie & Landbau

Informationen zum Öko-Landbau in Deutschland, Europa und weltweit. Zahlenmaterial und ausgewählte Fachthemen

www.soel.de

 

Gutes vom Bauernhof

Adressen von Hofläden und Bauernmärkten in Ihrer Region; Hintergrund-Informationen zum Direkteinkauf von ökologisch oder regional erzeugten Produkten (BMELV-Informationsservice)

www.gutes-vom-bauernhof.de

 

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

www.landwirtschaftskammer.de

 

 

Literatur

Schneider, R. (2012). Hofladenküche, regional ∙ saisonal ∙ köstlich. München. Dorling Kindersley Verlag.

 

Infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz (aid). (2012). Bio-Lebensmittel - Fragen und Antworten.

Kostenlos zu bestellen und als Download unter www.aid.de/shop

 

Umweltbundesamt (2011). Daten zur Umwelt Ausgabe 2011 - Umwelt und Landwirtschaft

Zu bestellen und als Download unter www.uba.de/info-medien

 

Löwenstein zu F. (2011). FOOD CRASH.

Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr. München. Verlag Pattloch.

 

Fuchs, N. (2010). Es geht auch anders. Ein nachhaltiger Lebensstil ist möglich -

das Beispiel Landwirtschaft. Frankfurt/M. Medu Verlag.

 

Thomas, F./ Vögel R. (2002). Gute Argumente: Ökologische Landwirtschaft. München. C.H. Beck Verlag

 

 

Verwandte Themen

Bildnachweis

Hofladen: www.oekolandbau.de / © BLE, Bonn/ Dominic Menzler

Schweine im Stroh mit Auslauf: www.oekolandbau.de / © BLE, Bonn / Dominic Menzler

Biotomaten: www.oekolandbau.de / © BLE, Bonn/ Thomas Stephan

Bioprodukte im Supermarkt: www.oekolandbau.de / © BLE, Bonn/ Dominic Menzler