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Hintergrund
Arbeiten im Umweltschutz umfasst verschiedene Möglichkeiten.
Manche Menschen suchen neben ihrer beruflichen Tätigkeit sinnvolle ehrenamtliche Freizeittätigkeiten, wie Arbeit in der freien Natur oder etwas handgreiflich anpacken und gestalten. Dabei gemeinsam mit anderen über die natürliche Umwelt etwas dazu zu lernen, ist für viele Menschen sehr befriedigend.
Andere Mernschen machen den Umwelt- und/oder den Naturschutz zu ihrem Beruf. In Behörden und Ämtern, in Unternehmen und nichtstaatlichen Einrichtungen arbeiteten laut Umweltbundesamt 2006 rund 1,8 Mio Menschen.
Seit Mitte der 70er Jahre haben sich im Umweltschutz vielfältige Einrichtungen und Felder entwickelt. Das reicht von wissenschaftlichen Instituten, über Pressemagazine, Umweltbildungsstätten, Umweltverbänden bis hin zur Entwicklung von Umwelttechnologien für Unternehmen. "Bis zum Jahr 2020 ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Beschäftigten in der Branche der erneuerbaren Energien von derzeit rund 170.000 auf mindestens 300.000 ansteigen wird." (Pressemitteilung des Bundesministeriums Nr. 229/06 vom 12.09.2006).
Rat und Tat
Jeder der einen Beruf im Umweltschutz ergeifen möchte, muss sich fragen, in welchem Themenbereich er zukünftig tätig werden möchte. Wichtig ist auch die schulische und berufliche Vorbildung. Soll es ein akademischer Beruf sein, muss an Fachhochschulen oder Universitäten studiert werden. Oder soll es ein Ausbildungsberuf sein? Wenn man bereits einen Lehrberuf hat, läßt sich über (berufliche) Weiterbildung ein Ziel ansteuern. Auch in den herkömmlichen Handwerks- oder Dienstleistungsberufen sind Tätigkeiten mit ökologischer Ausrichtung denkbar. Interessant ist auch die ständige Weiterentwicklung des Arbeitsmarktes Umweltschutz. Deshalb sollte man sich immer an entsprechenden Stellen informieren.
Das Bundesamt für Naturschutz bietet einen Lehrgang zum/r Geprüften Natur- und Landschaftspfleger/in (BfN) an. Er führt zum ersten nicht-akademischen Berufsabschluss im Naturschutz. Grundlage der Fortbildung sind Ausbildungsberufe der Land-, Forst- und Wasserwirtschaft.
Ziel der der Fortbildung ist, Kenntnisse und Fertigkeiten im Aufgabenfeld "Naturschutz und Landschaftspflege" zu erwerben oder auszuweiten, auch sollen sich die beruflichen Aufstiegschancen verbessern. Aufgaben der Natur- und Landschaftspfleger sind:
- die Betreuung und Überwachung von Großschutzgebieten und Naturschutzgebieten,
- die Information, Aufklärung und Bildung von Besuchern in Schutzgebieten und der freien Landschaft,
- die Koordinierung und Durchführung von Landschaftspflegearbeiten und Maßnahmen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes. (vgl.Website des BfN)
Weitere Informationen zu Berufen im Umweltbereich finden sich unter
www.berufenet.arbeitsagentur.deoder
EnergieJobs. NRW
Energiejobs.NRW ist ein Projekt zur Studien- und Berufsorientierung im Themenfeld Energie. Es bietet Schülerinen und Schülern die Möglichkeit sich über Berufe im Energiesektor und entsprechende Studienangebote in NRW zu informieren. Auf dem Portal stellen sich Hochschulen und Unternehmen vor; Praktikumsmöglichkeiten, Besichtungungen und mehr findet sich hier.
Mit dem Leitfaden "Studium und Forschung zur Nachhaltigkeit" liegt eine umfassende Zusammenstellung von Studienangeboten und Forschungseinrichtungen in Deutschland zur nachhaltigen Entwicklung vor.
Portraitiert werden über 300 Studienangebote im Kontext nachhaltiger Entwicklung.
Zusätzlich werden knapp 60 außeruniversitäre und 130 universitäre Forschungseinrichtungen präsentiert, die ihre Forschung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung ausrichten.
Näheres hier
Aus Ostwestfalen-Lippe
Der "Unternehmensführer Erneuerbare Energien" informiert interessierte Schülerinnen und Schüler in Ostwestfalen-Lippe über die Berufe und Unternehmen im Bereich der Zukunftsenergien in ihrer Region.
Er wurde von "Energie Impuls OWL" zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus Bielefeld und dem Kreis Gütersloh erstellt.
Enthalten sind zum einen Informationen zu Erneuerbaren Energien, Berufen und Studienmöglichkeiten. Ein wesentlicher Bestandteil des „Unternehmensführers Erneuerbare Energien“ sind aber die Ostwestfälischen Unternehmen. In den von den Schüler/innen geführten Interviews mit Geschäftsführern, Abteilungsleitern und Personalverantwortlichen wurden Berufsprofile, schulische und persönliche Voraussetzungen, Entwicklungsmöglichkeiten und Einsatzgebiete festgehalten und alle Unternehmen mit einem Kurzprofil versehen. Unternehmensfuehrer_EE.pdf
"Vertiefte Berufsorientierung" in Bielefeld und dem Kreis Gütersloh
Möglichkeiten und berufliche Chancen im Bereich der Zukunftsenergien, Berufsorientierung bieten
www.meine-energie-hat-zukunft.de
In der Region Teutoburger Wald und wird seit 2006 eine Ausbildung zum Natur-und Landschaftsführer angeboten. Themen der Ausbildung sind u.a. Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Touristik, Jagd und Umweltbildung. In 70 Unterrichtsstunden lernen die "Schüler" Themen aufzubereiten, mit Gruppen zu arbeiten, Exkursionen zu planen und die Besonderheiten der Landschaft aufzugreifen. Träger der Ausbildung, die mit einem Zertifikat abschließt, sind die Naturschutzakademie NRW, der sog. "Naturpark Eggegebirge und südlicher Teutoburger Wald" und die Biostation Senne mit Hilfe der Stiftung Euronatur. Näheres bei www.biostation-senne.de.
Ansprechpartner
Ansprechpartner für ehrenamtliche Mitarbeit sind meist die Umweltorganisationen und bei der oben beschriebenen Landschaftswacht die unteren Landschaftsbehörden in den Kreisen oder kreisfreien Städten. Da in den Umweltverbänden viel Sachverstand zu den Themen vorhanden ist, kann dort auch nachgefragt werden, wenn es um die Arbeitsmöglichkeiten im Berufsfeld Umweltschutz geht.
Für die berufliche Orientierung sollten besonders die Arbeitsämter gefordert werden. In den "Blättern zur Berufskunde" sind Berufsfelder gut zusammengestellt ("Berufe im Umweltschutz "). Sie sind in allen Berufsinformationszentren der Arbeitsämter einsehbar oder kostenlos zu beziehen.
Unterrichtsmaterialien
Broschüren des Bundesumweltministeriums für den Unterricht zur Beschäftigung im Umweltschutz unter Bildungsserver des Landes NRW
Linkliste
www.wissenschaftsladen.bonn.arbeitsmarkt
Arbeitsmarkt Umweltschutz und Naturwissenschaften
www.meine-energie-hat-zukunft.de
"Vertieften Berufsorientierung" in Bielefeld und dem Kreis Gütersloh
www.stellenmarkt-umweltschutz.de
Stellenmarkt Umweltschutz
Energie Impuls OWL
Umweltberufe
Ökojobs in Europa
www.berufenet.arbeitsagentur.de
Bundesagentur für Arbeit
Bundesagentur für Arbeit, Berufswahlmagazin "Umwelt zum Beruf machen
http://www.studium-erneuerbare-energien.de/
Informationsportal Studium-Erneuerbare-Energien.de
Umweltberufe Linkliste
EnergieJobs.NRW
Eine Beschreibung der Tätigkeitsbereiche für Zivildienststellen im Umweltschutz erhältlich beim Bundesamt für Zivildienst.
Literatur
Frank, M./ Kopitzke, O./ Seidl, F. (2010). Jobben für Natur und Umwelt - Europa und Übersee. Adressen, Tipps, Erfahrungsberichte. Freiburg. Interconnections Verlag.
De Haan, G. (2007). Studium und Forschung zur Nachhaltigkeit. W.Bertelsmann Verlag. Gütersloh.
Bundesanstalt für Naturschutz, (2004). Zivildienststellen im Naturschutz. BfN-Skripten Heft 104 (kostenloser Bezug) Kilp@bfn.de
Edler, D. u.a. (2006): „Aktualisierung der Beschäftigungszahlen im Umweltschutz in Deutschland für das Jahr 2004“, Texte des Umweltbundesamtes 17/06. Dessau, 2006.
www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien
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Bildnachweis
Begehung im Wald: © Bilderdatenbank des Bundesumweltministerium/ Brigitte Hiss
Windkraftanlage: © Kenneth Brockmann / PIXELIO
Techniker prüft Windkraftanlage: © Bundesumweltministerium/ Thomas Härtrich
Teutoburger Wald mit Sendemast am Bielstein: C. Trischler