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Lärm

Hintergrund

Wohngebiet mit Lärmschutzwand an einer Autobahn

„Lärm wird üblicherweise als unerwünschter, störender oder gesundheitsschädlicher Schall definiert. Hierunter lassen sich diejenigen Geräuschimmissionen zusammenfassen, die das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden beeinträchtigen. Lärm ist kein physikalischer, sondern ein sozial-psychologischer Begriff. Dies zeigt sich z.B. bei der Beurteilung von lauter Musik, die von den einen als Vergnügen und Entspannung und von den anderen als belästigend und störend abgetan wird.“ (Quelle: Umweltbundesamt. Was Sie schon immer über Lärmschutz wissen wollten)

Straßenverkehr ist in Deutschland die Lärmquelle, von der der sich die meisten Menschen belastet und belästigt fühlen.

Rat und Tat

Informieren Sie sich

Allgemeine Informationen zu Lärmwirkungen, Messungen und eine Tabelle, in der die Lautstärke und die zugehörige Geräuschempfindung einiger typischer Geräuscharten aufgeführt sind, finden Sie auf der Seite des Bundesumweltministeriums unter www.bmu.de/laermschutz/ueberblick

 

Lärm in Ihrer Umgebung

Lärmkarten zu fast allen Kommunen in NRW zeigen Ihnen die durchschnittlichen Lärmbelastungen durch Straßen-, Schienen– und Flugverkehr und auch für Industrie - und Gewerbebetriebe. Diese Lärmbelastungen werden durch Berechnungen ermittelt und durch farbliche Pegelbänder dargestellt. www.umgebungslaerm.nrw.de

 

Vermeiden Sie Lärm

Lärm kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Deshalb sollte Lärm nicht nur vermieden, sondern auch gemieden werden. Glücklicherweise ist Lärm eine Form der Umweltbelastung, deren Ausmaß wir an einigen Stellen beeinflussen und verändern können. Sie finden im Folgenden eine Auflistung von Tipps, wie Sie Lärm reduzieren können. Darüberhinaus finden Sie Informationen, mit deren Hilfe Sie (gemeinsam mit anderen) gegen Lärm aktiv werden können.

 

Lärmmessung

 

Lärm vermeiden beim Autofahren

Nicht nur die Feinpartikel, auch Autolärm kann die Gesundheit schwerwiegend belasten. Dabei könnte ein Teil des Autolärms vermieden werden, wenn die Auto- und Reifenhersteller die technischen Möglichkeiten ausnutzen würden.

Informationen zu Spareffekten bei unterschiedlichen Reifen und zur Kennzeichnung finden Sie unter www.vcd.org/eu-reifenlabel. Besonders lärmarme Reifen werden auch mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet. Auf der Internetseite: www.blauer-engel.de können Sie nachlesen, welche Reifen das sind.

Weitere Tipps, die helfen Autolärm erheblich zu reduzieren:

  • Achten Sie bereits beim Kauf auf lärmarme Fahrzeuge und Reifen! Auf der Seite vcd.org können Sie der Auto-Umweltliste des Verkehrsclub, VCD dazu Informationen entnehmen.
  • Lassen Sie niemals den Motor im Stand „warmlaufen“ und geben Sie beim Starten kein Gas.
  • Schalten Sie so früh wie möglich in den nächstmöglichen Gang hoch.
  • Verlangsamen Sie nicht durch Zurückschalten, sondern durch Bremsen.
  • Stellen Sie das Autoradio nicht zu laut und lassen Sie es nicht bei geöffneten Fenstern und Türen laufen.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig den Reifendruck, optimal gefüllte Reifen rollen besser und sind leiser.
  • Fahren Sie vorausschauend! Jedes Anfahren und Beschleunigen verbraucht Kraftstoff und erzeugt Lärm.
  • Vermeiden Sie das unnötige Knallen der Autotüren.
  • Gründen Sie eine Fahrgemeinschaft! Sie tragen damit zur Verringerung des Verkehrsaufkommens und auch des Verkehrslärms bei.
  • Hupen Sie nur bei Gefahr!
  • Nutzen Sie möglichst (oft) öffentliche Verkehrsmittel; gehen Sie zu Fuß oder fahren Sie mit dem Fahrrad.

Lärm vermeiden am Arbeitsplatz

  • Bei Anschaffung von neuen Maschinen sollten Sie auf den Lärmwert achten und möglichst Geräte, die den "Blauen Engel" tragen, erwerben.
  • Bereits vorhanden Maschinen können oft mit Lärmschutz, wie Gummileisten versehen werden.
  • Legen Sie Teile ab und werfen Sie sie nicht ab!
  • Nutzen Sie bei der Neugestaltung von Arbeitsräumen lärmschluckendes Material.
  • Wenn Lärm dennoch nicht vermieden werden kann, verlegen Sie ihren Arbeitsplatz dorthin, wo wenig Durchgangsverkehr ist.
  • Wenn der Lärm nicht unter 85 dB(A) gedrückt werden kann, sollten Sie Gehörschutz tragen. Der Gehörschutz muss durch den Betrieb kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
  • Büromaschinen wie Drucker und PCs sollten nicht mehr als 55dB(A) erzeugen. Achten Sie beim Kauf auf das Umweltzeichen!

Lärm vermeiden im Haushalt/ in der Freizeit

  • Achten Sie beim Kauf von Haushalts-, Hobby- und Gartengeräten auf die Lärmbelastung. Bei vielen Geräten sind in den letzten Jahren erheblich Fortschritte bei der Lärmminderung erzielt worden.
  • Verzichten Sie auf die Nutzung lärmerzeugender Geräte während der Ruhezeiten.
  • Achten Sie auf guten Schallschutz bei Neubau oder Renovierungen von Altbauten.
  • Vermeiden Sie unnötigen Lärm. Hören Sie Musik in Zimmerlautstärke.
  • Altbaufenster bieten nur geringen Schutz gegen Lärm. Dichten Sie die Fenster gegen das Mauerwerk ab. Ersetzen Sie Einfachverglasung durch Isolierverglasung!
  • Werfen Sie Ihre leeren Flaschen nicht nach 19 Uhr in den Altglascontainer, da dabei sehr viel Lärm entsteht!
  • Tragen Sie bei Discobesuchen oder lauten Konzerten Gehörschutz! Discolärm von bis zu 100 dB(A) kann das Gehör langfristig schädigen!
  • Lautes Heimwerken sollte vor 20 Uhr beendet sein!
  • Falls Sie ein Klavier besitzen, stellen Sie es auf einen elastischen Ungergrund und mit Abstand von der Wand auf.
  • Bei Partylärm sollte nach 22 Uhr die Musik auf Zimmerlautstärke gedreht werden und die Fenster geschlossen werden.
  • Rolläden können wirksam gegen Lärm schützen.
  • Halten Sie Ihre Haustiere so, dass Ihre Nachbarn nicht durch den Lärm beeinträchtigt werden.
  • Mit Teppichen und textilen Fußbodenbelägen läßt sich die Trittschalldämmung (z.B. im Kinderzimmer) verbessern.

 

Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung

"Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung gilt für 57 unterschiedliche Geräte- und Maschinenarten, von Baumaschinen - wie etwa Betonmischer und Hydraulikhämmer, über Bau- und Reinigungsfahrzeuge, darunter Transportbetonmischer und Kehrmaschinen, bis hin zu Landschafts- und Gartengeräten, wie Kettensägen, Laubbläser und Rasenmäher. Alle diese Produkte müssen mit einer Kennzeichnung versehen werden, auf der die Hersteller den Schallleistungspegel angeben, der garantiert nicht überschritten wird.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.bmu.de/verkehr/laermschutz/maschinenlaerm

EU-Reifenlabel

 

Lärm-Aktionskoffer

Im Rahmen seiner Kampagne gegen Verkehrslärm hat der Verkehrsclub Deutschland, VCD, einen ausleihbaren Aktionskoffer erstellt, der allen, die sich für mehr Ruhe einsetzen wollen, wichtige Hilfestellung leisten kann.

Darin enthalten sind vielfältige Materialien, Hinweise auf Ansprechpartner und Hintergrundinformationen (zum Verbleib) zum Thema Lärm, sowie ein Schallpegelmessgerät (befristet).

Das einfach zu handhabende Gerät ist überall einsetzbar – an Schulen, Kindergärten, bei geöffnetem oder geschlossenem Fenster – und liefert mit seinen Messergebnissen wichtige Argumentationshilfen. Auf der Seite www.vcd-bw.de/ erhalten Sie weitere Informationen zum Lärmkoffer, sowie ein Bestellformular.

Gestörte Idylle” - Hinweise zum Einsatz von Gartengeräten

Durch den Einsatz von immer mehr motorisierten Gartenhelfern ist der Geräuschpegel zuweilen auch in ruhigen Wohngegenden ohrenbetäubend.

Um den Erholungswert in Gärten zu erhalten, hat das Umweltbundesamt in einem Ratgeber allgemeine Verhaltensregeln zur Lärmvermeidung zusammengestellt. Es wird darüber hinaus anschaulich erklärt, woran man lärmarme Gartengeräte beim Kauf erkennt und welche gesetzlichen Grundlagen bestehen. Zu bestellen und als Download unter uba-info-medien

 

Umweltzeichen „Blauer Engel“ weil lärmarm

Das älteste Umweltzeichen der Welt gibt es auch für viele Geräte, die Lärm (bzw. weniger als andere) erzeugen. Das Zeichen „weil lärmarm“ wird nach strengen Kriterien an Baumaschinen, Omnibusse, Kommunalfahrzeuge, Nutzfahrzeuge, Altglascontainer, Komposthäcksler, Kettensägen, Computer, Drucker und Kopiergeräte vergeben. Welche Geräte das Umweltzeichen tragen, können Sie der Internetseite www.blauer-engel.de entnehmen.

 

 

Geräuschmessungen

Z. B. folgenden Einrichtungen führen Geräuschmessungen durch:

 

Lärmkontor GmbH Herzogenrath

Lärmmessungen in den Bereichen Verkehr, Gewerbe, Bauakustik, Freizeit, Sportlärm; die Kosten richten sich nach dem Aufwand. Weitere Informationen im Internet unter der Adresse

www.laermkontor.de

 

AKUS GmbH - Akustik und Schalltechnik

Unternehmensberatung; Architektur-, Ingenieurbüros;

Amtsstraße 8

33739 Bielefeld

Tel. 05206 / 7055-0

Fax 05206 / 7055-99

www.akus-online.de

 

Ingenieurbüro Prof. Dr. Beckenbauer

Lindemannplatz 3

33689 Bielefeld

Tel. 05205/ 7286-0

www.drbeckenbauer

 

Schallmessgerät beim Verkehrsclub VCD ausleihbar

Wer wissen will, wie laut es an der Straße oder in der eigenen Wohnung tatsächlich ist, kann sich beim Verkehrsclub VCD, OWL ein entsprechendes Gerät ausleihen und selbst messen.

Kontak: VCD OWL

Tel. 0521/ 63961

E-Mail owl-buero@vcd.org

 

 

Aus Ostwestfalen-Lippe

Lärmkarten für NRW - Umgebungslärm

Auf der Internet-Seite „Umgebungslärm”, die das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen betreibt, finden Sie umfangreiche Informationen zur Umgebungslärmrichtlinie der Europäischen Union und zu ihrer Umsetzung in Nordrhein-Westfalen.

Sie können sich auf Lärmkarten über die aktuelle Lärmbelastung Ihres Wohnortes informieren. www.umgebungslaerm.nrw.de

 

Lärm in Bielefeld

Die Art der Lärmbelastung in den verschiedenen Bereichen der Stadt Bielefeld ist in Form von Karten dokumentiert.

Diese Schallimmissionspläne, Erläuterungen zu Lärm-Begriffen und städtische Ansprechpartner zu Fragen rund um das Thema Lärm finden Sie unter www.bielefeld.de/laerm

 

 

Pinnwand

Online-Umfrage zur Belästigung der Bevölkerung durch Lärm

Seit 2002 führt das Umweltbundesamt diese kontinuierliche Umfrage durch, um möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre persönlich erlebte Belästigung durch Lärm zu artikulieren.

Auch Auswertungen der bisherigen Umfrageergebnisse sowie eine aktuelle Monatsabfrage, die spezielle Lärmverursacher ins Visier nimmt, sind hier zu finden.

www.umweltbundesamt.de/laermumfrage

 

Unterrichtsmaterialien

Verkehrslärm im Unterricht

"Das Thema Verkehrslärm eignet sich in vielerlei Hinsicht für den fächerübergreifenden und handlungsorientierten Unterricht, sowohl an Grundschulen als auch in der Sekundarstufe I und II. Es verschafft einen neuen Zugang zur Verkehrserziehung sowie zur Gesundheits- und Umweltpädagogik. Mit Verkehrslärmmessungen werden physikalische Tatbestände lebenspraktisch und anschaubar erfasst. Das Umfeld der Schule kann erkundet werden und Einfluss auf die Verkehrspolitik der Kommune genommen werden.

Der VCD bietet Hilfestellungen bei der Behandlung des Themas Verkehrslärm im Unterricht an." Quelle und weitere Informationen unter www.vcd.org/laerm-im-unterricht.

 

Interessant für Jugendliche ist auch die Seite

www.schluss-mit-laerm.de.

 

Projekt Lärm-Ampel

Die Lärm-Ampel macht Krach sichtbar und bewußt und hilft die Lernatmosphäre positiv zu verändern.

Informationen finden Sie unter www.laermampel.de

 

 

Linkliste

Umweltbundesamt

www.umweltbundesamt/laerm

 

Informationsportal des Umweltbundesamtes zu Lärmwirkungen

umweltbundesamt/laermwirkungen

 

Deutsche Gesellschaft für Akustik e. V.

www.dega-akustik.de

 

Bundesumweltministerium

www.bmu.de/laerm

 

Verkehrsclub Deutschland, VCD/ Verkehrslärm

www.vcd.org/verkehrslaerm

 

Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e. V.

www.schienenlaerm.de

 

Bundesvereinigung gegen Fluglärm e. V.

www.fluglaerm.de

 

Schluss mit Lärm

www.schluss-mit-laerm.de.

 

Deutscher Mieterbund, Rechtssprechung zum Thema Lärm

www.mieterbund.de

 

 

Literatur

Umweltbundesamt (2011). Auswertung der Online-Lärmumfrage des Umweltbundesamtes.

Zu bestellen und als Download unter uba-info-medien

 

Umweltbundesamt (2010). Gestörte Idylle” - Hinweise zum Einsatz von Gartengeräten. Zu bestellen und als Download unter uba-info-medien

 

Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW (Hrsg.) (2008). Besser leben mit weniger Lärm. Infos und Tipps für einen besseren Lärmschutz.

www.umwelt.nrw.de/publikationen

 

Deutsche Gesellschaft für Akustik (2007). Lärm im Alltag. Broschüre.

Zu bestellen und als Download unter www.dega-akustik.de/publikationen

 

Marks, S.(1999). Es ist zu laut! Frankfurt/M: Fischer.

 

Aecherli, W.(2004). Umweltbelastung Lärm. Zürich/Chur: Verlag Rüegger.

 

Liedke, R.(2004). Die Vertreibung der Stille. München: DTV.

 

 

Verwandte Themen

Bildnachweis

Wohngebiet mit Lärmschutzwand an Autobahn: © Rupert Oberhäuser / Bundesumweltministerium

Lärmmessung: © Rupert Oberhäuser / Bundesumweltministerium