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Kunststoffe

Hintergrund

Kunststoffe im Haushalt

Von der Haarspange bis zur Schuhsohle sind wir umgeben von Kunststoffen.

Sie sind leicht, in allen Farben erhältlich, preiswert und nicht zerbrechlich.

Zu viele dieser alltäglichen Gegenstände enthalten aber auch Gefahren für die Gesundheit und/oder belasten die Umwelt in hohem Maße.

Küchengegenstände aus Glas Porzellan oder Holz können umweltfreundlich entsorgt werden. Ausgedientes Kunststoffgeschirr dagegen verrottet nicht, ist nur schwer zu recyceln und verursacht bei der Müllverbrennung hochgiftige Schadstoffe.

In vielen Plastikgegenständen sind gesundheitsschädigende Chemikalien, die schon während des Gebrauchs ausgasen oder durch Wasser, Fett oder Hautkontakt gelöst werden.

Wir wolllen Ihnen an dieser Stelle anhand einiger Gegenstände des tägliche Bedarf Hinweise und Anregungen zu diesem Thema geben.

 

Rat und Tat

Recyclingnr. 1 für Polyethylenterephthalat (PET)
Recyclingr. 5 für Polypropylen (PP)
Recyclingnr. 3 für Polyvinylchlorid (PVC)

Die häufigsten Kunststoff-Kennzeichnungen und Kurzzeichen (Recyclingcodes)

Es gibt eine freiwillige Kennzeichnungspflicht für Verpackungen. Danach sind Kunststoffarten mit internationalen Kurzbezeichnungen oder Zahlen zu deklarieren.

Im Folgenden die am häufigsten anzutreffenden Kunststoffmaterialien und deren Kennzeichen:

01 = PET Polyethylenterephtahalat = Polyester

02 = PE-HD Polyethylen hoher Dichte

03 = PVC Polyvinylchlorid

04 = PE-LD Polyethylen niedriger Dichte

05 = PP Polypropylen

06 = PS Polystyrol

07 = PBT Polybutylenterephtahalat und andere Kunststoffe

08 = PC Polycarbonat

Weitere Kunstoff-Kurzzeichen finden Sie unter www.code-knacker.de/kunststoffe oder de.wikipedia.org/kurzzeichen

 

Verpackungskunststoffe sind einheitlich gekennzeichnet. Sie finden die Bezeichnung, das Kurzzeichen (beschreibt in Großbuchstaben den hauptsächlich im Produkt enthaltenen Kunststoff) oder den Zahlencode in einem Dreieck, auf den Verpackungen.

 

Polyvinylchlorid, PVC - Gesundheits- und umweltgefährdender Kunststoff

Dieser Kunststoff ist sehr verbreitet aber auch sehr umstritten. Er besteht aus einer Mixtur verschiedener, gesundheitsschädigender, krebserregender Chemikalien, wie Weichmacher (s. u.), Flammschutzmittel oder Organozinnverbindungen.

Diese Substanzen dunsten aus oder werden durch Fett, Wasser oder Speichel gelöst und über die Haut, den Mund und die Atmung aufgenommen.

Ein weiterer großer Problembereich ist die Verbrennung von PVC, bei der Salzsäuregas und die hochgiften Dioxine entstehen. Die Müllverbrennungsanlagen in Deutschland haben mittlerweile Filtersysteme, die diese Schadstoffe auf ein Minimum reduzieren. Aber bei Brandunfällen kommt das enorme Gefahrenpotential von PVC zum Tragen. Gerade auch, weil dieser Kunststoff im Baubereich so breite Anwendung findet; Elektrokabel, Bodenbeläge, Dachplanen, Tapeten und vieles mehr besteht aus PVC.

Weitere Informationen zum Kunststoff PVC finden Sie z.B. unter:

de.wikipedia.org

 

PVC vermeiden

Unterschieden wird zwischen Hart- und Weich-PVC. Ersteres findet sich vor allem im Baubereich. Weich-PVC hat eine noch weitere Verbreitung.

Um PVC zu vermeiden sollten Sie auf mögliche Kennzeichnungen oder Begriffe wie “Vinyl”, “CV” oder “VC” achten. Aber nicht alle Gegenstände aus diesem Kunststoff sind mit den Zeichen PVC, 03 oder dem Namen Polyvinylchlorid gekenzeichnet. Setzen Sie ihre Nase ein, Kunststoffe, die unangenehm, “chemisch” riechen bestehen häufig aus PVC. Vermeiden Sie solche Produkte. Meist gibt es unproblematische Alternativen.

Die Palette der Produkte aus diesem umwelt- und gesundhetsschädlichen Kunststoff ist schier unendlich. Wir listen hier einige Waren und Gegenstände auf, bei denen ganz besonders häufig der Kunststoff PVC verwandt wird:

  • Tischdecken oder Platzdeckchen
  • Plastikgeschirr
  • Duschvorhänge
  • Regenbekleidung
  • Fußbodenbeläge
  • Spielzeuge aller Art, s.u.
  • Elektrokabel
  • Gartenschläuche
  • Fahrradgriffe
  • Rohre
  • Schwimmflügel
  • Luftmatratzen
  • Schuhsohlen
  • Textilaufdrucke
  • Abdeckplanen

Projekt "Meere ohne Plastik"

Ein großes globales Problem ist Plastikmüll im Meer. Der Naturschutzbund NABU kämpft gegen die die Müllkippe Meer.
Im Rahmen seiner Meeresschutzarbeit, mit dem Projekt „Meere ohne Plastik“, organisiert er regelmäßig (Information)Veranstaltungen und Müllsammelaktionen. Unter www.nabu.de/meere/muellkippe-meer finden Sie das Problem anschaulich beschrieben und viele Tipps, wie Sie Plastik-Müll vermeiden und die Kampagne unterstützen können.

 

Mikroplastik - Belastung für Umwelt und Gesundheit

Mikroplastik bezeichnet winzige Kunststoffteilchen, die zwischen 0,001 und 5 Millimeter groß sind. Zum einen handelt es sich dabei um bewusst erzeugte und eingesetzte Mikroplastik-Partikel, z. B. in Kosmetika und Körperpflegemitteln, und zum anderen um Mikroplastik, das durch den Zerfall von Plastikprodukten bzw. Plastikmüll entsteht.
In fast allen Bereichen der Umwelt sind die Partikel mittlerweile nachweisbar. Mikroplastik ist zu klein für unsere Kläranlagen und landet so in der Umwelt. Es zieht Umweltgifte in besonderer Weise an, wird von Meeresorganismen gefressen und ist nicht wieder aus der Umwelt zu entfernen. Mikroplastik wurde in Fischen, Muscheln, kleineren Organismen aber auch Seehunden nachgewiesen, die es mit ihrer Nahrung aufnehmen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz, BUND, bietet sehr viele Informationen und Handlungsempfehlungen um dieser unsichtbaren Gefahr für die Umwelt und unsere Gesundheit entgegenzuwirken. www.bund.net/themen/mikroplastik

Kaufen Sie keine Körperpflegeprodukte, die als Inhaltsstoffe Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) oder andere Kunststoffe enthalten. Fordern Sie die Produkthersteller auf, Mikroplastik aus ihren Produkten zu nehmen.

Ein regelmäßig aktualisierter Einkaufsratgeber des Umweltverbandes gibt Ihnen Auskunft darüber, in welchen Kosmetik- und  Pflegeprodukten sich Mikroplastik versteckt.

Biokunststoffe nicht besser

"Betrachtet man den gesamten Lebensweg biologisch abbaubarer Kunststoffverpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen - von der Herstellung bis zur Entsorgung - schneiden diese nicht günstiger als Verpackungen herkömmlicher Kunststoffe ab. Der CO2-Ausstoß fällt zwar geringer aus, ebenso der Verbrauch von Erdöl. In anderen Umweltbereichen kommt es aber zu größeren Belastungen - vor allem durch Düngemittel. Verwendet werden diese für die Pflanzen, aus denen die Kunststoffe gewonnen werden. Sie führen zur Eutrophierung von Gewässern und sauren Böden, und zwar in einem in stärkerem Umfang als bei der Herstellung herkömmlicher Kunststoffe.
Damit ist auch klar, dass die derzeit vielfach angepriesenen Bioplastiktüten keine Umweltvorteile gegenüber herkömmlichen Plastiktüten bieten. Wirklich umweltfreundlich sind nur Mehrwegtaschen, etwa Stoffbeutel und Taschen aus anderen langlebigen Materialien." Quelle und weitere Informationen unter www.umweltbundesamt.de/presseinformationen/biokunststoffe-nicht-besser

Plastikmüll am Strand

 

Plastiktüten

Plastiktüten -– Symbole unserer Wegwerfgesellschaft –- werden extrem energieintensiv hergestellt, verrotten nicht und haben bereits ganze Meeresregionen vermüllt.

In Deutschland werden pro Einwohner und Jahr etwa 65 Stück verwendet, d. h. jährlich werden allein hierzulande über 5 Milliarden Plastiktüten verbraucht. Die durchschnittliche Nutzungsdauer der Tüten liegt bei 25 Minuten, mehrfach genutzt werden sie kaum.

Die meisten kommen in den Restmüll oder landen in der Natur, wo es 100 bis 400 Jahre braucht, bis sie in kleinste Teile zerfallen. Oder sie gelangen über die Flüsse ins Meer, wo sie in erheblichem Maße zur Verschmutzung und zur Vergiftung von Fischen, Vögeln und anderen Meerestieren beitragen.

Das Umweltbundesamt hat Zahlen und Informationen zum Thema Plastiktüten in einer Veröffentlichung zusammengestellt. Sie finden sie als kostenlosen Download unter www.uba-info-medien/Platiktüten

 

Kampagne "Einwegplastik - kommt nicht in die Tüte!"

In anderen (europäischen) Ländern gibt es Plastiktütenverbote, bzw. hohe Besteuerungen; in Italien, Irland oder Dänemark. In der EU wird über ein allgemeines Verbot konkreter nachgedacht.

In Deutschland gibt es bisher keine Maßnahmen, die über die Umweltschädlichkeit von Plastiktüten aufklären und den Verbrauch deutlich begrenzen. Die Deutsche Umwelthilfe hat daher eine Kampagne zur Verringerung des Verbrauchs von Einweg-Plastiktüten„ ins Leben gerufen.

"Unsere Forderung an die Bundesregierung:
Plastiktüten nicht länger kostenlos herauszugeben und sie mit einer Abgabe zu belegen.
Ein Plastiktütenverbot ist aus EU-rechtlichen Gründen nicht umsetzbar. Daher ist eine Abgabe auf Plastiktüten die wirksamste Maßnahme, um deren Verbrauch zu verringern. Kostenlos verteilte Plastiktüten müssen der Vergangenheit angehören."
Geben Sie der Tüte einen Korb! kommtnichtindietüte

 

Leisten Sie Ihren kleinen, aber wegweisenden Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz!

  • Vermeiden Sie Plastik-Tüten!
  • Gehen Sie nicht ohne Tasche, Korb, Netz oder Rucksack einkaufen.
  • Haben Sie immer eine kleine, zusammenfaltbare Tasche (gibt es schön farbig, mit und ohne Muster ...) für alle Spontaneinkäufe bei sich.
  • Sagen Sie beim Kassieren sofort, dass Sie keine Tüte benötigen.

 

Verpackungen für Lebensmittel

Glas ist für viele Experten die optimale Verpackung für Lebensmittel. Es ist hundertprozentig undurchlässig und verhält sich vollkommen produktneutral. Aus diesem Grund wird in Deutschland beispielsweise Babynahrung ausschließlich in Gläsern angeboten.

Neben Glas sind auch Behältnisse aus Edelstahl, Porzellan oder Keramik gut zur Lebensmittelaufbewahrung geeignet.

Insbesondere fetthaltige Lebensmittel, wie Wurst oder Käse, die in Kunststoff verpackt sind sollte man vermeiden, bzw. auf die Kunststoffkennzeichnung, s.o., achten.

 

"Phthalate - Die nützlichen Weichmacher mit den unerwünschten Eigenschaften"

Informieren Sie sich beim Umweltbundesamt über diese problematischen Bestandteile von Kunststoffen. www.umweltbundesamt.de/phthalate

www.umweltbundesamt.de/weichmacher

 

Das Experiment - Leben ohne Plastik

Eine siebenköpfige Arzt-Familie aus Hamburg macht das Experiment: Sie lebt vier Wochen lang ohne Plastik. Vorher und nachher werden alle Familienmitglieder auf bestimmte Schadstoffe im Körper untersucht.

Die Ergebnisse sind verblüffend: Einige Familienmitglieder konnten die Schadstoffkonzentration im Körper um bis zu 80 Prozent auf nur noch 20 Prozent des Ausgangswertes minimieren.

www.das-experiment-leben-ohne-Plastik

 

Bisphenol A

"Bisphenol A wird in großem Umfang bei der Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffen sowie Epoxidharzen verwendet und kommt in PVC vor.

Wesentliche potentielle Quellen für die Aufnahme von Bisphenol A sind Bedarfsgegenstände, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen wie z.B. Kunststoff-Einwegtrinkflaschen, Babyflaschen Plastikgeschirr oder die Innenbeschichtung von Dosen. Bisphenol A zeigt eine östrogene Aktivität sowie mögliche Auswirkungen auf die Entwicklung des männlichen Reproduktionssystems. Weiterhin besteht Verdacht auf erbgutschädigende Wirkung." Quelle: Zwiener, G./ Mötzl H. (2006). Ökologisches Baustofflexikon. Bauprodukte. Chemikalien. Schadstoffe. Ökologie. Innenraum. Heidelberg. C.F.Müller Verlag. S.64

Über die Gefährlichkeit dieses Stoffes wird gestritten. Viele Wissenschaftler alarmieren, denn die hormonartige Wirkung von Bisphenol A könnte auch für Menschen gefährlich werden. Die Chemikalie geht von Plastik-Produkten in die Nahrung über, wenn der Kunststoff erhitzt wird. Das passiert zum Beispiel beim Erwärmen von Fertiggerichten in der Verpackung oder Baby-Plastik-Nuckelflaschen.

 

 

Bisphenol A in Babyflaschen verboten

Seit dem 1. Juni 2011 ist EU-weit der Einsatz von Bisphenol A in Babyfläschchen verboten.

Weitere Informationen unter www.bund.net/bisphenol-a

 

Schädliches Kunststoffspielzeug

"Viele Spielzeuge wie z.B. Puppen, Badetiere, Bälle, Hüpftiere, Scoubidoubänder, Schwimmspielzeug und Schwimmhilfen bestehen aus dem Kunststoff Polyvinylchlorid

(PVC). PVC ist nicht nur umweltschädlich hinsichtlich Herstellung und Entsorgung, sondern enthält auch zahlreiche Schadstoffe, die gesundheitlich bedenklich

sind. Seit Jahren in der Diskussion sind die Phthalate, die als Weichmacher

verwendet werden. Einige Stoffe sind als fortpflanzungsgefährdend eingestuft

und können zu verminderter Fruchtbarkeit bzw. Unfruchtbarkeit vor allem bei Männern führen. Ab Herbst 2006 verbietet die EU die drei Phthalate DEHP, DBP und BBP in allen Kinderspielzeugen. Drei weitere Phthalate (DINP, DNOP, DIDP) werden in Spielzeug für Kinder unter drei Jahren verboten, wenn sie in den Mund genommen werden können. Ersatzstoffe für Phthalate sind vorhanden

und vom Umweltbundesamt auf ihre Unbedenklichkeit geprüft.

Weitere Schadstoffe, die vor allem in PVC-Spielzeug vorkommen, sind:

■ Dibutylzinn und andere zinnorganische Verbindungen, die das Hormonsystem und das Immunsystem schädigen

■ Nonylphenol, das auf den Hormonhaushalt wirkt

■ Lösemittel, die Kopfschmerzen, Müdigkeit, Augen- und Schleimhautreizungen auslösen können

■ Schwermetalle wie Blei, das giftig auf Nervensystem und Gehirn wirken kann bzw. Cadmium, das Knochen und Nervensystem schädigt.

Spielzeug aus Hartkunststoff (z.B. Lego, Playmobil) enthält i.d.R. kein PVC." Quelle:www.wilabonn.de/kinderspielzeug/schadstoffliste

 

Die Informationsbroschüre "Spielen und Basteln aber gesund!" gibt Eltern und Erziehern Hinweise, woran sie unbedenkliches Spielzeug erkennen können, bzw. welche Spielzeuge nicht in Kinderhände gehören.

Die Kosten betragen 3,- Euro plus 1,- Euro Versand. Bestellung unter info@wilabonn.de oder unter Tel. 0228/ 201 61 0.

 

 

Auskunft zu besorgniserregenden Chemikalien in Alltagsprodukten

"Werden chemische Stoffe zu Erzeugnissen verarbeitet (z.B. ein Farbstoff in einem Kunststoffprodukt), müssen innerhalb der Lieferkette Informationen zu den enthaltenen, besonders besorgniserregenden Stoffen und zur sicheren Handhabung weitergegeben werden. Verbraucher können beim Händler, Hersteller oder Importeur nachfragen, welche besonders besorgniserregenden Stoffe der Kandidatenliste in einem Erzeugnis enthalten sind. Händler, Hersteller und Importeure müssen sie dann innerhalb von 45 Tagen kostenlos darüber informieren – unabhängig von einem möglichen Kauf.

 

Die Auskunftspflicht gilt sobald die Konzentration des jeweiligen Stoffes im Erzeugnis 0,1 Massenprozent überschreitet. Sie gilt für die meisten Gegenstände, z.B. Haushaltswaren, Textilien, Schuhe, Sportartikel, Möbel, Heimwerkerbedarf, Elektro-/Elektronikgeräte, Spielzeug, Fahrzeuge oder Verpackungen. Sie gilt nicht in Bereichen, die speziellen Regelungen unterliegen. Dazu gehören z.B. flüssige oder pulverförmige Produkte (wie Lacke oder Farben), Medizinprodukte, Arzneimittel, Lebensmittel und deren Verpackungen, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel, Futtermittel, Pflanzenschutzmittel und Biozide." Quelle und weitere Informationen unter www.reach-info.de/auskunftsrecht

 

Anfragen schnell und einfach per Online-Formular stellen

Tragen Sie lediglich die Nummer unter dem Strichcode des Produktes ins Formular ein und geben ihre Kontaktdaten an, damit sie eine Antwort erhalten. Es wird automatisch eine Anfrage an den Hersteller oder Importeur erstellt. Das Formular ist ein Angebot des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), unterstützt durch das Umweltbundesamt.

verbraucheranfrage/Online-Formular

Der BUND stellt auf seiner Internet-Seite auch ein Forum www.bund.net/forum-auskunft zur Verfügung, in dem sich Verbraucher über Ihre Erfahrungen mit dem Auskunftsrecht gemäß REACH (s.u.) austauschen können.

 

REACH – Was ist das?

"REACH ist die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Sie ist seit 2007 in Kraft und soll ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt sicherstellen. Sie soll gleichzeitig den freien Verkehr von Chemikalien auf dem Binnenmarkt gewährleisten und Wettbewerbsfähigkeit und Innovation fördern. REACH beruht auf dem Grundsatz, dass Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender die Verantwortung für ihre Chemikalien übernehmen: Sie müssen sicherstellen, dass Chemikalien, die sie herstellen und in Verkehr bringen, sicher verwendet werden. Das Kürzel „REACH“ leitet sich aus dem englischen Titel der Verordnung ab: Regulation concerning the Registration , Evaluation , Authorisation and Restriction of CHemicals. Die REACH-Verordnung gilt als eines der strengsten Chemikaliengesetze der Welt." Quelle und weitere Informationen unter www.reach-Informationsportal

 

 

Aus Ostwestfalen-Lippe

Plastikfreies Bielefeld

Das Projekt "Plastikfreies Bielefeld" hat begonnen eine Liste zum plasikfreien Einkauf für Bielefeld zu erstellen. Bisher sind es in erster Linie Lebensmittel und Dinge des (fast) alltäglichen Bedarfs. Die Liste wird ständig erweitert und die Initiatoren sind für Anregungen dankbar. www.plastikfreies-bielefeld.de

 

 

 

Ansprechpartner

Umweltberatungsstellen

 

Zum Thema Spielzeug

Antje Lembach

Wissenschaftladen Bonn

Tel. (02 28) 201 61-30

antje.lembach@wilabonn.de

 

 

 

Pinnwand

Plastic Planet

"Wir sind Kinder des Plastikzeitalters: vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Quietscheente bis hin zum Auto. Plastik ist überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar! Die Menge an Kunststoffen, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal in Plastikfolie einzupacken.

In PLASTIC PLANET sucht Regisseur Werner Boote, dessen eigener Großvater ein Pionier der Plastikindustrie war, weltweit nach Antworten und deckt erstaunliche Fakten und unglaubliche Zusammenhänge auf. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Schadet Plastik unserer Gesundheit? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Wer verliert? Wenn Sie diesen Film gesehen haben, werden Sie nie wieder aus einer Plastikflasche trinken!

PLASTIC PLANET ist ein unterhaltsamer und investigativer Film, der zeigt, dass Plastik zu einer Bedrohung für Mensch und Umwelt geworden ist." Quelle und weitere Informationen www.plastic-planet.de

 

Unterrichtsmaterialien

Global Lernen: Plastikmüll

"Warum werden weltweit weiterhin Unmengen von Plastiktüten und –flaschen produziert und verkauft, wo doch bekannt ist, dass sie Mensch und Umwelt gefährden? Ist es gerecht, dass die Länder, in denen vergleichsweise wenig Plastik verwendet wird, die Hauptlast des Plastikmülls tragen müssen? Was können Regierungen, was kann jede/r Einzelne tun, um Plastikmüll zu vermeiden oder wieder zuverwerten? Das Heft bietet Denkanstöße und Informationen zu diesen Fragen und regt zur Auseinandersetzung mit damit verbundenen globalen Herausforderungen an."

Als Download und zu bestellen bei Brot für die Welt, Unterrichtsmaterialien

 

Dokumentarfilm Plastic Planet

Aufgrund seiner Vielschichtigkeit und zahlreichen Anknüpfungspunkte eignet sich der Dokumentarfilm auch für einen fächerübergreifenden Unterricht oder eine Projektwoche ab der 9. Jahrgangsstufe.

Auf der Website zum Film finden Sie aufbereitete Materialien für den Unterricht.

www.plastic-planet.de/schule

 

 

Linkliste

Bund für Umwelt und Naturschutz, BUND

www.bundgegengift.de

 

Wissenschaftsladen Bonn

www.wilabonn.de

 

REACH Informationsportal

www.reach-Informationsportal

 

Umweltbundesamt

www.umweltbundesamt.de

 

Dokumentarfilm Plastic Planet

www.plastic-planet.de

 

 

Literatur

Umweltbundesamt (2013). Plastiktüten.

Als Download unter www.uba-info-medien/Platiktüten

 

Umweltbundesamt (2010). Bisphenol A - Massenchemikalie mit unerwünschten Nebenwirkungen. Hintergrundpapier. Als Download unter www.umweltdaten.de/publikationen

 

Boote, W./ Ptettin, G. (2010). Plastic Planet – Die dunkle Seite der Kunststoffe. Freiburg. Orange press Verlag

 

Schmitz-Günther, T. (2007). Wenn Wohnen krank macht. Schadstoffe erkennen, beseitigen, vermeiden. München: Südwest Verlag

 

Wissenschaftsladen Bonn (2007).

Spielen und basteln – aber gesund.

Zu bestellen beim Wissenschaftsladen Bonn unter www.wilabonn.de

 

Zwiener, G./ Mötzl H. (2006). Ökologisches Baustofflexikon. Bauprodukte. Chemikalien. Schadstoffe. Ökologie. Innenraum. Heidelberg. C.F.Müller Verlag.

 

 

Verwandte Themen

Bildnachweis

Kunststoffe im Haushalt: © Brigitte Hiss / Bundesumweltministerium

Recyclingcodes: de.wikipedia.org

Plastikmüll am Strand: Andrea Hentschel/ www.nabu.de/fotos