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Vollwertige Ernährung

Hintergrund

Salat mit Schafskäse

Vollwert-Ernährung bedeutet, möglichst naturbelassene Lebensmittel zu verwenden, die so wenig wie möglich verarbeitet sind, denen weder etwas zugefügt noch entfernt wurde. Sie enthalten daher keine zugesetzten Aromen oder Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder andere Zusatzstoffe. Wichtig ist die frische Verwendung, auf Fertigprodukte wird möglichst verzichtet.

In der Vollwert-Ernährung werden Lebensmittel aus der Region, am besten aus ökologischem Landbau, bevorzugt. Auch wird versucht, die natürlichen Saisonzeiten von Obst und Gemüse zu berücksichtigen.

 

Rat und Tat

Vollwert-Ernährung trägt viel zur gesunden Lebensweise bei. Wer auf diese Kost umstellen möchte, sollte dies Schritt für Schritt tun so dass sich der Körper daran gewöhnen kann. Durch den stärkeren Ballaststoffgehalt können am Anfang evtl. Verstopfung oder Blähungen auftreten, die nach einer Gewöhnungsphase verschwinden.

 

Beachten Sie beim Kauf und der Verwendung der Lebensmittel folgende Regeln:

  • Kaufen Sie Lebensmittel möglichst frisch und aus kontrolliert ökologischem Anbau oder direkt vom Bauernhof
  • Kaufen Sie Geflügel und Eier nur aus Freilandhaltung
  • Bevorzugen Sie Produkte mit regionaler Herkunft, um kurze Transportwege zu gewährleisten (Umweltverträglichkeit)
  • Kaufen Sie so viel, wie Sie in kurzer Zeit verbrauchen können
  • Kaufen Sie Obst und Gemüse möglichst wenig verpackt und lagern sie dieses kühl und dunkel
  • Verwenden Sie native, kaltgepresste und nicht raffinierte Öle und lagern Sie diese ebenfalls kühl und dunkel
  • Kaufen Sie Getränke möglichst in Pfandflaschen
  • Für die Lebensmittelverwendung gilt:
  • Die Gesamtfettaufnahme einschränken und qualitativ hochwertige Fette und Öle verwenden, z.B. kaltgepresste, nicht raffinierte Speiseöle, Butter oder ungehärtete Pflanzenmargarine mit hohem Anteil an Kaltpressöl
  • Gemüse und Obst reichlich verzehren, einen großen Teil davon als unerhitzte Frischkost
  • Kartoffeln und Hülsenfrüchte in den Speiseplan einbeziehen
  • Getreide und Getreideprodukte aus Vollkorn bevorzugen
  • Fleisch, Fisch nur gelegentlich verwenden
  • Gewürze und Kräuter reichlich zur Geschmacksverfeinerung verwenden, Salz dagegen sparsam und iodiert einsetzen
  • Zum Süßen frisches Obst, nicht wärmegeschädigten Honig und ungeschwefeltes, eingeweichtes Trockenobst o.ä. bevorzugen, dagegen isolierte Zucker und Süßstoffe sowie damit hergestellte Produkte sparsam verwenden oder meiden,
  • Vorzugsmilch, pasteurisierte Vollmilch oder Milchprodukte ohne Zutaten bevorzugen
  • Ungechlortes Trinkwasser, natürliches Mineralwasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees zum Durstlöschen verwenden

 

Übersichtlich stellt die Gesellschaft für Ernährung Informationen zur Verfügung. Sie hat folgende 10 Regeln zum vollwertigen Essen und Trinken formuliert:

  • Vielseitig essen
  • Reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln
  • Gemüse und Obst – Nimm „5“ am Tag
  • Täglich Milch und Milchprodukte
  • Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel
  • Zucker und Salz in Maßen
  • Reichlich Flüssigkeit
  • Schmackhaft und schonend zubereiten
  • Nehmen Sie sich Zeit, genießen Sie ihr Essen
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht und bleiben Sie in Bewegung
Kürbisse

Weitergehende Erläuterungen finden sich bei der Gesellschaft für Ernährung unter www.dge/vollwert

Praktische Hinweise erhalten Sie auch unter www.ernaehrung.de/tipps/vollwert.

 

Spezial-Heft zum Thema:

Der aid infodienst (Informationsdienst Ernährung, Verbraucherschutz, Landwirtschaft) hat ein Spezial-Heft zum Thema herausgebracht. Alle nötigen Informationen, angefangen von einer Auslegung der Ziele, über die vollständige Definitionen des Begriffes und der Grundsätze bis hin zu Empfehlungen für Lebensmittel mit weitreichender Orientierungstabelle und Vergleichen zu anderen Ernährungsformen wurden klar verständlich und mit vielen Beispielen in diesem Heft gesammelt. Bestellen können Sie dieses Heft unter www.aid.de.

 

Aus Ostwestfalen-Lippe

Grünkohl

Ein Bio-Einkaufsführer für OWL und darüber hinaus!

Möchten sie Frisches Obst und Gemüse aus kontrolliert biologischem Anbau sowie viele andere Naturprodukte, wie Milch, Brot und Aufstriche, in Ihrer Nähe kaufen? Der Einkaufsführer von Ökolandbau-NRW hilft ihnen bei der Wahl ihrer nächsten Einkaufsmöglichkeit. Schauen Sie auf der Internetseite www.oekolandbau-nrw.de und entdecken sie Direktanbieter, Bäckereien, Reformhäuser und viele weitere Einkaufsmöglichkeiten. Hier finden sie auch mehrere Liefermöglichkeiten in ihrer Nähe, falls Sie auf längere Anfahrtswege Parkplatzsuche und Schlangestehen verzichten wollen.

 

Ansprechpartner

Ernährungsberatung

Allerorten werden Beratungen zur Ernährung angeboten. Darunter ein qualifiziertes Angebot zu finden ist nicht immer ganz einfach. Die Bezeichnung "Ernährungsberater" ist rechtlich nicht geschützt. Steht mehr der Verkauf bestimmter Produkte als die Beratung zu Lebensmittteln und Essgewohnheiten im Vordergrund ist Skepsis geboten.

Fragen Sie nach der Ausbildung der beratenden Person, Fachkräfte für Ernährungsberatung sind Diätassistenten, Ökotrophologen, Ernährungswissenschaftler oder Ernährungsmediziner.

Die Krankenkassen können ein Ansprechpartner bei der Suche nach einer guten Ernährungsberatung sein. Häufig bezuschussen sie Angebote von qualifizierten Anbietern.

Eine weitere Anlaufstelle sind die Verbraucherberatungen. Sie haben vielfältige Materialien zu gesunder Ernährung und bieten selbst auch immer wieder Ernährungsberatungen an. www.vz-nrw.de/beratungsstellen

Gut ausgebildete Beratungskräfte finden Sie auch im Online-Expertenpool unter www.vdoe.de/ernaehrungsberater-suchen

 

 

Pinnwand

Arm aber Bio!: Mit wenig Geld gesund, ökologisch und genussvoll speisen. Ein Selbstversuch

"Bio" boomt, doch was, wenn das Geld knapp ist? Ist Naturkost dann unerschwinglich?

Amüsant schildert Rosa Wolf in ihrem Buch, wie sie den Spagat zwischen ihrem Anspruch und ihren finanziellen Möglichkeiten meistert. Dazu gibt es Rezepte, viele (Ernährungs)Tipps und Infos wie »Die besten günstigen Lebensmittel«, »Verbände und Siegel - die Bio-Klassengesellschaft«, »Das Nötigste für Ihre Küche« oder »Bloß nichts verkommen lassen«.

Wolff, R. (2010). Arm aber Bio!: Mit wenig Geld gesund, ökologisch und genussvoll speisen. Ein Selbstversuch. Verlag: Edition Butterbrot.

 

 

Die "Müslimacher"

Mit viel Engagement kämpften Landwirte und Händler in den 70er Jahren um ihre Vorstellung von gesunden Lebensmitteln.

Die Überzeugungstäter von einst sind die Trendsetter von heute: Allein in Deutschland setzt die Bio-Branche jährlich 5,3 Milliarden Euro um.

In ihrem Buch zeigt Helma Heldberg in kurzweiligen Porträts, wie aus belächelten Idealisten erfolgreiche Bio-Unternehmer wurden. Exkurse geben Einblick in die Entwicklung der Naturkostbewegung - von der Reformbewegung bis zum Bio-Boom.

Bio ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Was aus den Prinzipien der sozial-ökologischen Bewegung und der Naturkostbranche mit hohem persönlichen Engagement aufgebaut wurde, unterliegt immer stärker den bestehenden Marktgesetzen. Die Mehrheit der Naturkostunternehmen konnte sich erfolgreich professionalisieren. Sie haben dem Wettbewerb "David gegen Goliath" Stand gehalten und dadurch den Lebensmittelmarkt und die öffentliche Meinung nachhaltig verändert. Aber die Niedrigpreispolitik, die weite Teile des Lebensmittelmarktes bestimmen, gefährdet bäuerliche Bio-Betriebe und regionale Marktstrukturen...

 

H. Heldberg (2008). "Die MüsliMacher": Erfolgsgeschichten des Biomarktes und seiner Pioniere. Oekom Verlag. München.

 

Unterrichtsmaterialien

www.schule-bw.de/ernaehrungsportal

 

www.school-scout.de

 

Weitere Unterrichtsmaterialien erhalten Sie unter

Landesbildungsserver Baden- Württemberg

 

Medienkiste Gesundes Essen & Trinken

Gesundheitsladen Bielefeld e.V

Kontakt: www.gesundheits.de

 

Linkliste

Alles über Lebensmittel

www.was-wir-essen.de

 

Bio-Siegel für ökologisch erzeugte Lebensmittel

www.bio-siegel.de

 

Ernährungsportal NRW

www.ernaehrungsportal.nrw.de

 

Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft

www.verbraucherministerium.de

 

Verbraucherzentrale NRW

www.vz-nrw.de/ernährung

 

Der Bio-Einkaufsführer

www.oekolandbau.de

 

Gesellschaft für Ernährung

www.dge.de

 

Umfassendes Informationsportal zur Ernährung

www.nutriinfo.de

 

Jugend is(s)t aufgeklärt

www.talkingfood

 

Slow Food

www.slowfood.de

 

www.naturkost.de

 

www.ernaehrung.de/tipps/vollwert

 

 

 

Literatur

Infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz (aid). (2012). Bio-Lebensmittel - Fragen und Antworten.

Kostenlos zu bestellen und als Download unter www.aid.de/shop

 

Schneider, R. (2012). Hofladenküche, regional ∙ saisonal ∙ köstlich. München. Dorling Kindersley Verlag.

 

Rütting, B., Becker W. (2006). Essen wir uns gesund! Mit vielen köstlichen Rezepten aus 30 Jahren Vollwert-Ernährung (3. Auflage) München: Goldmann-Verlag

 

Koerber, K., Männle, T., Leitzmann, C. (2004). Vollwert-Ernährung. Konzeption einer zeitgemäßen Ernährungsweise (10. neubearb. u. erw. Auflage) Stuttgart. Haug-Verlag

 

Schack, P. S. (2004). Nachhaltige Ernährungsstile im Alltag. Eine qualitative Studie zur Praktizierbarkeit der Vollwert-Ernährung in Familien. Hohengehren: Schneider Verlag

 

 

 

Weitere Informationsmaterialien zum kostenlosen Herunterladen finden Sie auf der Seite www.oekolandbau.infomaterialien

 

 

 

Verwandte Themen

Bildnachweis

Salat mit Schafskäse: www.oekolandbau.de/service/bildarchiv, ©BLE, Bonn/Foto: Dominic Menzler

Belegte Brote: www.oekolandbau.de/service/bildarchiv ©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan

Kürbisse: www.oekolandbau.de/service/bildarchiv ©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan

Grünkohl: www.oekolandbau.de/service/bildarchiv©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan