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Hintergrund
Vollwert-Ernährung bedeutet, möglichst naturbelassene Lebensmittel zu verwenden, die so wenig wie möglich verarbeitet sind, denen weder etwas zugefügt noch entfernt wurde. Sie enthalten daher keine zugesetzten Aromen oder Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder andere Zusatzstoffe. Wichtig ist die frische Verwendung, auf Fertigprodukte wird möglichst verzichtet.
In der Vollwert-Ernährung werden Lebensmittel aus der Region, am besten aus ökologischem Landbau, bevorzugt. Auch wird versucht, die natürlichen Saisonzeiten von Obst und Gemüse zu berücksichtigen.
Rat und Tat
Vollwert-Ernährung trägt viel zur gesunden Lebensweise bei. Wer auf diese Kost umstellen möchte, sollte dies Schritt für Schritt tun so dass sich der Körper daran gewöhnen kann. Durch den stärkeren Ballaststoffgehalt können am Anfang evtl. Verstopfung oder Blähungen auftreten, die nach einer Gewöhnungsphase verschwinden.
Beachten Sie beim Kauf und der Verwendung der Lebensmittel folgende Regeln:
Übersichtlich stellt die Gesellschaft für Ernährung Informationen zur Verfügung. Sie hat folgende 10 Regeln zum vollwertigen Essen und Trinken formuliert:
Weitergehende Erläuterungen finden sich bei der Gesellschaft für Ernährung unter www.dge/vollwert
Praktische Hinweise erhalten Sie auch unter www.ernaehrung.de/tipps/vollwert.
Spezial-Heft zum Thema:
Der aid infodienst (Informationsdienst Ernährung, Verbraucherschutz, Landwirtschaft) hat ein Spezial-Heft zum Thema herausgebracht. Alle nötigen Informationen, angefangen von einer Auslegung der Ziele, über die vollständige Definitionen des Begriffes und der Grundsätze bis hin zu Empfehlungen für Lebensmittel mit weitreichender Orientierungstabelle und Vergleichen zu anderen Ernährungsformen wurden klar verständlich und mit vielen Beispielen in diesem Heft gesammelt. Bestellen können Sie dieses Heft unter www.aid.de.
Aus Ostwestfalen-Lippe
Ein Bio-Einkaufsführer für OWL und darüber hinaus!
Möchten sie Frisches Obst und Gemüse aus kontrolliert biologischem Anbau sowie viele andere Naturprodukte, wie Milch, Brot und Aufstriche, in Ihrer Nähe kaufen? Der Einkaufsführer von Ökolandbau-NRW hilft ihnen bei der Wahl ihrer nächsten Einkaufsmöglichkeit. Schauen Sie auf der Internetseite www.oekolandbau-nrw.de und entdecken sie Direktanbieter, Bäckereien, Reformhäuser und viele weitere Einkaufsmöglichkeiten. Hier finden sie auch mehrere Liefermöglichkeiten in ihrer Nähe, falls Sie auf längere Anfahrtswege Parkplatzsuche und Schlangestehen verzichten wollen.
Ansprechpartner
Allerorten werden Beratungen zur Ernährung angeboten. Darunter ein qualifiziertes Angebot zu finden ist nicht immer ganz einfach. Die Bezeichnung "Ernährungsberater" ist rechtlich nicht geschützt. Steht mehr der Verkauf bestimmter Produkte als die Beratung zu Lebensmittteln und Essgewohnheiten im Vordergrund ist Skepsis geboten.
Fragen Sie nach der Ausbildung der beratenden Person, Fachkräfte für Ernährungsberatung sind Diätassistenten, Ökotrophologen, Ernährungswissenschaftler oder Ernährungsmediziner.
Die Krankenkassen können ein Ansprechpartner bei der Suche nach einer guten Ernährungsberatung sein. Häufig bezuschussen sie Angebote von qualifizierten Anbietern.
Eine weitere Anlaufstelle sind die Verbraucherberatungen. Sie haben vielfältige Materialien zu gesunder Ernährung und bieten selbst auch immer wieder Ernährungsberatungen an. www.vz-nrw.de/beratungsstellen
Gut ausgebildete Beratungskräfte finden Sie auch im Online-Expertenpool unter www.vdoe.de/ernaehrungsberater-suchen
Pinnwand
"Bio" boomt, doch was, wenn das Geld knapp ist? Ist Naturkost dann unerschwinglich?
Amüsant schildert Rosa Wolf in ihrem Buch, wie sie den Spagat zwischen ihrem Anspruch und ihren finanziellen Möglichkeiten meistert. Dazu gibt es Rezepte, viele (Ernährungs)Tipps und Infos wie »Die besten günstigen Lebensmittel«, »Verbände und Siegel - die Bio-Klassengesellschaft«, »Das Nötigste für Ihre Küche« oder »Bloß nichts verkommen lassen«.
Wolff, R. (2010). Arm aber Bio!: Mit wenig Geld gesund, ökologisch und genussvoll speisen. Ein Selbstversuch. Verlag: Edition Butterbrot.
Mit viel Engagement kämpften Landwirte und Händler in den 70er Jahren um ihre Vorstellung von gesunden Lebensmitteln.
Die Überzeugungstäter von einst sind die Trendsetter von heute: Allein in Deutschland setzt die Bio-Branche jährlich 5,3 Milliarden Euro um.
In ihrem Buch zeigt Helma Heldberg in kurzweiligen Porträts, wie aus belächelten Idealisten erfolgreiche Bio-Unternehmer wurden. Exkurse geben Einblick in die Entwicklung der Naturkostbewegung - von der Reformbewegung bis zum Bio-Boom.
Bio ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Was aus den Prinzipien der sozial-ökologischen Bewegung und der Naturkostbranche mit hohem persönlichen Engagement aufgebaut wurde, unterliegt immer stärker den bestehenden Marktgesetzen. Die Mehrheit der Naturkostunternehmen konnte sich erfolgreich professionalisieren. Sie haben dem Wettbewerb "David gegen Goliath" Stand gehalten und dadurch den Lebensmittelmarkt und die öffentliche Meinung nachhaltig verändert. Aber die Niedrigpreispolitik, die weite Teile des Lebensmittelmarktes bestimmen, gefährdet bäuerliche Bio-Betriebe und regionale Marktstrukturen...
H. Heldberg (2008). "Die MüsliMacher": Erfolgsgeschichten des Biomarktes und seiner Pioniere. Oekom Verlag. München.
Unterrichtsmaterialien
www.schule-bw.de/ernaehrungsportal
Weitere Unterrichtsmaterialien erhalten Sie unter
Landesbildungsserver Baden- Württemberg
Medienkiste Gesundes Essen & Trinken
Gesundheitsladen Bielefeld e.V
Kontakt: www.gesundheits.de
Linkliste
Alles über Lebensmittel
Bio-Siegel für ökologisch erzeugte Lebensmittel
Ernährungsportal NRW
Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
Verbraucherzentrale NRW
Der Bio-Einkaufsführer
Gesellschaft für Ernährung
Umfassendes Informationsportal zur Ernährung
Jugend is(s)t aufgeklärt
Slow Food
www.ernaehrung.de/tipps/vollwert
Literatur
Infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz (aid). (2012). Bio-Lebensmittel - Fragen und Antworten.
Kostenlos zu bestellen und als Download unter www.aid.de/shop
Schneider, R. (2012). Hofladenküche, regional ∙ saisonal ∙ köstlich. München. Dorling Kindersley Verlag.
Rütting, B., Becker W. (2006). Essen wir uns gesund! Mit vielen köstlichen Rezepten aus 30 Jahren Vollwert-Ernährung (3. Auflage) München: Goldmann-Verlag
Koerber, K., Männle, T., Leitzmann, C. (2004). Vollwert-Ernährung. Konzeption einer zeitgemäßen Ernährungsweise (10. neubearb. u. erw. Auflage) Stuttgart. Haug-Verlag
Schack, P. S. (2004). Nachhaltige Ernährungsstile im Alltag. Eine qualitative Studie zur Praktizierbarkeit der Vollwert-Ernährung in Familien. Hohengehren: Schneider Verlag
Weitere Informationsmaterialien zum kostenlosen Herunterladen finden Sie auf der Seite www.oekolandbau.infomaterialien
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Bildnachweis
Salat mit Schafskäse: www.oekolandbau.de/service/bildarchiv, ©BLE, Bonn/Foto: Dominic Menzler
Belegte Brote: www.oekolandbau.de/service/bildarchiv ©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan
Kürbisse: www.oekolandbau.de/service/bildarchiv ©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan
Grünkohl: www.oekolandbau.de/service/bildarchiv©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan