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Maulwürfe

Hintergrund

Maulwurf

„Obwohl der Maulwurf ausdrücklich per Gesetz geschützt ist, es also verboten ist, ihn auch nur zu stören, geschweige denn zu töten, wird ihm häufig übel nachgestellt. Unbeliebt macht sich der Maulwurf einzig und allein durch seine auffällige Bautätigkeit. Die kleinen Hügel entstehen aus dem Aushubmaterial der Gänge, Schlaf-, Nest- und Vorratskammern, die der Maulwurf im Untergrund gräbt. Mit dem Kopf beziehungsweise dem Rüssel schiebt er überschüssiges Erdmaterial nach oben, wirft den „Bauschutt“ schließlich vor seine eigene Haustür und wird so seinem Namen gerecht…. Prinzipiell kann man sich über Maulwürfe freuen, denn ihre Anwesenheit zeigt, dass der Boden gesund ist und es zahlreiche Kleinlebewesen im Boden gibt, die Nahrungsgrundlage der Maulwürfe sind. Der Maulwurf lebt von tierischer Nahrung wie Regenwürmer und Raupen. Da er sehr gerne Schädlinge wie Schnecken, Engerlinge, Schnakenlarven frisst, ist er ein ausgesprochener Nützling im Garten.“ Quelle www.nabu.de (2006)

Weitere bzw. vertiefende Informationen über den Maulwurf finden Sie auf folgenden Internetseiten:

www.nabu.de/ratgeber

www.tierenzyklopaedie.de

 

 

Rat und Tat

Maulwürfe sind nützlich im Garten

Maulwürfe sind ausgesprochen nützlich. „Sie haben eigentlich immer Hunger und fressen so jede Menge Ungeziefer. Sie sind reine Fleischfresser. Dass Maulwürfe an Wurzeln oder Knollen herumknabbern, stimmt nicht. Das machen dafür die Engerlinge, die Larven der Maikäfer. Und die sind sozusagen die Leibspeise der Maulwürfe. Etwa 100 Gramm Ungeziefer frisst ein Maulwurf am Tag. Das sind 36 Kilo im Jahr - und wer will die im Garten haben. Für jeden Boden ist ein Maulwurf äußerst vorteilhaft, er wird durch das Wühlen durchmischt, aufgelockert, gelüftet und mit Nährstoffen durchsetzt.

Der Maulwurf ist als Nützling eingestuft, der nur sehr geringen Schaden anrichtet.

Wird ein Maulwurf vertrieben, wird damit auch das biologische Gleichgewicht gestört.

 

Der Maulwurf steht unter Naturschutz

Es ist verboten den Maulwurf zu stören oder gar zu töten. Der fast blinde Baumeister steht seit 1988 unter ganzjährigem Naturschutz. Ihn zu fangen ist ohnehin fast unmöglich, denn das Tier ist flink unterwegs in seinen Gängen, die 40 bis 60 Meter lang werden. In Ausnahmefällen können es auch bis zu 200 Meter werden. Auch Fallen zum Einfangen sind verboten.

 

Maulwürfe akzeptieren

Zu einem natürlichen Garten können auch Maulwurfshügel gehören. Ist ihre Anblick für viele Gärtner noch gewöhnungsbedürftig, so zeigen sie doch an, dass der Boden intakt und voller Leben ist. Denn nur in solchen Böden fühlt sich der Maulwurf wohl und findet ausreichend Nahrung.

 

Erde der Maulwurfshügel nutzen

Die Erde, die aufgeworfen wird, kann als Anzuchterde oder für Topfpflanzen benutzt werden. Denn die frischen Hügel bestehen aus gesunder Erde, die weniger Krankheitserreger beinhaltet als übliche Erde.

 

 

Unterrichtsmaterialien

Activity-Kinderbuchreihe der Umweltakademie Baden-Württtemberg

„Wir und unser Boden – Paule Maulwurf erzählt Geschichten

Carolyn und Christian treffen beim Graben im Garten auf einen seltsamen Gesellen – den Maulwurf Paule. Er begleitet die beiden auf einer Entdeckungsreise durch seinen Lebensraum, den Boden. (ISBN 3-522-17102-0). Quelle: www.umweltakademie.baden-wuerttemberg.de

 

Ein Maulwurfjahr in Bildern

www.vuz-essen.de/bund

 

Kinderbücher:

Luis Murschetz. Der Maulwurf Grabowski. Diogenes Verlag. Zürich

 

Holzwarth, W./ Erlbruch, W. Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat. Verlag: Peter Hammer Verlag GmbH. Wuppertal

 

 

Linkliste

Arche online, Tierlexikon

www.tierenzyklopaedie.de

 

Naturschutzbund, NABU, Artenschutz

www.nabu.de

 

Naturschutzbund NABU, Ratgeber

www.nabu.de/ratgeber/pdf

 

Literatur

Witte, G.(1997) Der Maulwurf. Talpa europaea. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 637. Westarp Wissenschaften-Verlagsgesellschaft mbH. Hohenwarsleben

 

NABU Sachsen-Anhalt (2006) "Sorgentiere in Haus und Garten". Marder, Maulwurf, Mensch - zusammen unter einem Dach.

Die umfangreiche Broschüre "Marder, Elster, Siebenschläfer - Sorgentiere in Haus und Garten“ kann gegen Briefmarken (8 x 55 Cent) bestellt werden beim:

NABU Sachsen-Anhalt

Schleinufer 18a

39104 Magdeburg

 

 

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Bildnachweis

Maulwurf: © Uschi Dreiucker / PIXELIO