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Wald- Holznutzung

Hintergrund

Baumstämme

Wälder bieten für sehr viele Tier- und Pflanzenarten die Existenzgrundlage. Aber auch viele Menschen leben im und vom Wald. Ohne Wälder wäre ein Leben auf der Erde nicht möglich, denn sie erfüllen wichtige Funktionen: sie gelten als grüne Lungen, da sie Sauerstoff produzieren und Kohlenstoff speichern. Ebenso beeinflussen sie das globale und lokale Klima erheblich. Wälder stellen einen riesigen Wasserspeicher für unsere Süßwasserreserven dar. Sie verhindern Bodenerosion, Erdrutsche und Überschwemmungen.

 

Holz ist weltweit der wichtigste natürliche Rohstoff überhaupt

Nicht nur die Wälder haben eine wichtige Funktion für das Leben auf der Erde, sondern auch der Rohstoff Holz.

In den weniger entwickelten Ländern wird Holz vor allem als Brennstoff zum Heizen und Kochen verwendet. Auch als Baumaterial für Häuser, Boote oder Transportgeräte spielt Holz eine wichtige Rolle.

In den Industrienationen wird Holz vor allem zur Möbelproduktion, als Baumaterial und zur Papierherstellung benötigt. Der wachsende Papierbedarf stellt dabei ein großes Probleme dar: allein in Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Papier derzeit bei über 200 Kilogramm.

Aufgrund der vielfältigen Verwendungszwecke von Holz entstehen Interessenskonflikte. In der Regel dominieren die ökonomischen Interessen über soziale und ökologische Belange. Negative Folgen für Umwelt und Gesellschaft sind vorprogrammiert. Nicht nur tropische Wälder sind von illegalem Holzeinschlag und Raubbau betroffen. Mit wachsenden Märkten in China und Indien sowie dem zunehmenden Export aus Russland sind auch viele Urwälder im borealen Waldgürtel des Nordens von der Entwaldung bedroht." Quelle:www.fsc-deutschland.de

 

Ökologische/ nachhaltige Waldwirtschaft

Bei einem nachhaltig (ökologisch)bewirtschafteten Wald wird versucht verschiedene Aspekte unter einen Hut zu bringen.

"Guter Wald ist dadurch gekennzeichnet, dass er sich trotz Bewirtschaftung möglichst nahe am Naturzustand befindet. Bewirtschaftung findet – soweit möglich - mit der Natur und nicht gegen sie statt. Eingriffe zur Bewirtschaftung reduzieren sich auf lenkende Maßnahmen, bei denen natürliche Prozesse möglichst genutzt werden.

Konkret bedeutet dies:

  • Mischwälder statt Monokulturen
  • Die Verwendung heimischer Baumarten
  • Eine Altersstruktur von ganz jungen bis zu sehr alten Bäume
  • Die Erhaltung von Totholz als Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten und Tieren
  • Ein natürliches Nachwachsen des Waldes durch Samenflug oder Verbreitung durch Tiere
  • Die Reduzierung von Nachpflanzungen auf Ausnahmefälle
  • Eine schonende Nutzung, die dem Wald nur so viel Holz entnimmt, wie wieder nachwächst." Quelle:www.fsc-deutschland.de

Rat und Tat

Machen Sie sich schlau!

Engagierte Waldschützer haben mittlerweile umfangreiche Informationsangebote ins Netz gestellt. Dort erfahren Sie mehr, wie holzhandelnde und holzverarbeitende Betriebe nach Einschätzung der Seitenbetreiber mit der Raubbauproblematik umgehen und Kundenanfragen beantworten, ob FSC-Produkte verkauft werden oder Holz aus der Region und vieles andere mehr.

Die Seite www.raubbau.info wird betrieben von Pro REGENWALD und dem Bundesamt für Naturschutz.

 

FSC-Siegel

Das FSC-Siegel - Zertifizierung für nachhaltige Waldwirtschaft

Der FSC (Forest Stewardship Council) ist eine nichtstaatliche, gemeinnützige Organisation, die sich für eine umweltgerechte, sozialverträgliche und ökonomisch tragfähige Nutzung aller Wälder einsetzt. Die Organisation wird weltweit von Umweltorganisationen, Gewerkschaften, Interessensvertreter indigener Völker, sowie zahlreichen Unternehmen aus der Forst- und Holzwirtschaft unterstützt. Der FSC ist für jedermann offen, der ein Interesse an den Wäldern dieser Welt hat.

Der FSC entwickelt Bewirtschaftungsstandards und Wege zur Vermarktung von entsprechend erzeugten Waldprodukten.

Wichtigstes Instrument dabei ist die Kennzeichnung der Produkte mit dem FSC-Siegel.

 

Kaufen Sie Holz-Produkte mit FSC-Siegel

Jeder kann mit seinem Kauf-Verhalten zur nachhaltigen Waldwirtschaft beitragen. Das FSC-Label gibt es sowohl für heimisches als auch für importiertes Holz. Unterschiedlicheste Holzprodukte sind damit ausgezeichnet.

FSC-Podukt- und Anbietersuche: www.fsc-deutschland.de

 

"Gutes Holz. Leitfaden für eine verantwortungsvolle Beschaffung"

Vielerorts existieren in den Gemeinden für die Verwaltung Beschaffungsbeschlüsse, die die Verwendung von FSC-zertifiziertem Holz etwa in öffentlichen Bauprojekten fördern.

FSC-zertifiziertes Holz ist politisch gewollt, aber findet in der Praxis häufig keine Umsetzung. Die Broschüre "Gutes Holz. Leitfaden für eine verantwortungsvolle Beschaffung" soll die Gestaltung und Ausführung von Ausschreibungen mit FSC-Holz und -Holzprodukten erleichtern. Dafür bietet der Leitfaden Mustertexte, Umsetzungsbeispiele sowie vertiefende Informationen. Zu bestellen oder als Download beim FSC Deutschland Gutes Holz-Leitfaden.pdf

 

Brennholz: kaufen oder selber schlagen

Wer Holz selber schlagen möchte, muss bei den Forstämtern nachfragen, wo das möglich ist. Angezeichnete Bäume oder bestimmte Gebiete werden von den Ämtern freigegeben.

Das Schlagen der Bäume ist der Anfang der Arbeit: Das Holz muss abtransportiert, auf Länge geschnitten und vor dem Lagern gespalten werden. Nur so kann es optimal trocknen. Es muss für mindestens zwei Jahre luftig und vor Regen geschützt lagern. Im Keller oder unter Planen lagert Holz nicht gut.

Die Forstämter des Landesbetriebes Wald und Holz NRW bieten die vorgeschriebenen Motorsägenlehrgänge an. Sie sind die Voraussetzung, um im staatlich verwalteten Wald selber Holz schlagen zu dürfen. Zu viele schwere und gar tödliche Verletzungen von Hobbybaumfällern hat es in der Vergangenheit gegeben.

Die Forstämter vermitteln Ihnen gerne auch Brennholz. Informationen, Adressen finden Sie unter www.wald-und-holz.nrw.de/brennholz

 

Heizen mit Holz

Im Gegensatz zu Kohle, Öl oder Gas verbrennt Holz klimaneutral, das CO2, das bei der Verbrennung entsteht haben die Bäume zuvor gebunden. Schadstoffarm verbrennt es allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Häufig entstehen bei der Verbrennung im offenen Kamin oder in Öfen gesundheitsschädliche Stoffe wie Teer, Ruß und viel Feinstaub.

Das Umweltbundesamt bietet eine Broschüre, "Heizen mit Holz", in der alle wichtigen Informationen zum richtigen und sauberen Heizen mit Holz zu finden sind.

Zu bestellen oder als Download unter

www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien

 

Weihnachtsbaum-Kultur

 

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum

Rund 30 Millionen Weihnachtsbäume werden in jedem Jahr zum Fest aufgestellt. Der Großteil stammt aus eigens angelegten Weihnachtsbaumkulturen, in denen oft viel gespritzt und gedüngt wird. Etwa 10 Prozent der Bäume werden importiert, vor allem aus Dänemark und Polen.

Die meisten in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume sind Nordmanntannen. Die Nordmanntanne ist allerdings keine heimische Baumart. Sie wächst in unseren Wäldern nicht, sondern muss in Sonderkulturen angebaut werden.

Umweltschonender ist es, auf heimische Baumarten zurückzugreifen. Die Kiefer beispielsweise eignet sich sehr gut als Weihnachtsbaum. Sie bleibt lange frisch, duftet angenehm und mit ihren langen Nadeln wirkt sie sehr grazil. Auch die heimische Fichte ist ein schöner Weihnachtsbaum. Zwar verliert sie im warmen Raum rascher ihre Nadeln, ist dafür aber sehr preiswert und allzu lange bleibt der Weihnachtsbaum ja meist nicht in der guten Stube.

Kaufen Sie Ihren Baum bei regionalen Anbietern, das erspart klima- und umweltschädliche Transportwege.

Am nachhaltigsten ist es, einen Baum aus ökologisch wirtschaftenden Weihnachtsbaumkulturen zu kaufen. Sie erkennen ihn, an den Bio-, FSC-, Naturland- oder Bioland-Siegeln.

Ökologisch angebaute Tannenbäume zu bekommen, ist allerdings nicht immer ganz einfach, der ökologische (Weihnachts)Baum-Anbau fristet leider noch ein Schattendasein. Auf Biohöfen, in Naturkostläden, oder auf Märkten werden Sie aber fündig.

Eine Liste der bundesweiten Anbieter-Adressen von Öko-Weihnachtsbäumen gibt es bei Robin Wood www.robinwood.de

Dort finden Sie auch einen Öko-Knigge für den Weihnachtsbaumkauf

Von Bäumen mit Ballen, zum späteren Einpflanzen, ist eher abzuraten. Durch das Aufstellen im warmen Raum werden sie aus dem Winterschlaf gerissen und wachsen draußen meist nicht mehr richtig an.

 

Tipps zur Pflege des Weihnachtsbaumes

von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald:

"Ein Weihnachtsbaum ohne Ballen sollte nach dem Einschlagen bis zum Fest an einer schattigen Stelle in einem Eimer mit Wasser und abgenommenen Netz aufgestellt werden. Bevor der Baum ins Zimmer kommt, sollte man ihn erneut absägen und ihn in einen Ständer mit Wasser, einem Esslöffel Zucker oder Blumenfrisch stellen. Ein Standort möglichst weit weg von der Heizung und tägliches Gießen verlängern sein Leben." Quelle: www.sdw.de/weihnachtsbaum

 

 

Aus Ostwestfalen-Lippe

Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe

www.wald-und-holz.nrw.de/Regionalforstamt

 

Runder Tisch Bielefelder Wald


www.waldknigge-bielefeld.de

 

Waldinformationszentrum Hammerhof, Warburg

www.wald-und-holz.nrw.de/hammerhof

 

 

Ansprechpartner

Forstämter

Der Wald wird von den Forstämtern betreut. Eine Übersicht aller Forstämter in NRW findet sich auf der Internetseite www.wald-und-holz.nrw.de. Hier finden Sie auch Anschriften und Verweise auf wichtige Behörden und andere Einrichtungen zu den Themen Wald, Holznutzung u.a.m.

 

FSC Deutschland

Forest Stewardship Council (FSC)

 

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald / Waldjugend hatte sich bei der Gründung nach dem Krieg die Wiederaufforstung der abgeholzten Wälder zum Ziel gesetzt. Heute klärt der Verband über den Zustand des Waldes auf und vermittelt den Menschen Verständnis für die Bedeutung und den Schutz des Waldes.

In Ostwestfalen gibt es in jedem Kreis einen Ansprechpartner: die Adressen und sind auf der Internetseite des NRW-Verbandes sdw-nrw.de einzusehen.

Die Jugendgruppen-AnsprechpartnerInnen können über folgenden Link gefunden werden Waldjugend vorort

 

Unterrichtsmaterialien

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald bietet vielfältige Angebote zum Lernen im und um den Wald

www.sdw.de

 

 

 

Linkliste

Neues Leben

Landesforstverwaltung

Wald und Holz NRW

 

Arbeitsgemeinschaft naturgemäße Waldwirtschaft

www.anw-nrw.de

 

Waldwissen

www.waldwissen.net

 

Pro REGENWALD

www.pro-regenwald.de

 

Verein des FSC in Deutschland

Forest Stewardship Council (FSC)

 

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

www.sdw.de

 

ARA e. V.

Beratungsangebote für Verbraucher und Schulen, Vorträge und Ausstellungen zu den Themen Holz, Holzhandel, Globales Lernen, internationale Projekte zu den Themen Wälder und Menschen, Regenwald, Papier, Recylingpapier

Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz e. V.

 

Rettet den Regenwald e.V.

www.regenwald.org

 

Umweltschutzorganisation Robin Wood

www.robinwood.de

 

 

 

Literatur

Bericht über den ökologischen Zustand des Waldes in NRW

Waldzustandsbericht/2014

 

Wohleben, P. (2013). Der Wald - Ein Nachruf. München. Ludwig Verlag.

 

Radkau, J. (2007). Holz - Wie ein Naturstoff Geschichte schreibt. München. Oekom Verlag.

 

Winkel, G./ Schaich, H./ Konold, W. (2005). Naturschutz und Forstwirtschaft: Bausteine einer Nutzungsstrategie im Wald. Landwirtschaftsverlag. Muenster-Hiltrup

 

Kress, A. (2005). Vom Wald ins Rathaus: Verantwortungsvolle Wald- und Forstwirtschaft. Ein Leitfaden für Städte und Gemeinden. oekom Verlag. München.

 

Vollmar, K./ Sayer, U. (2005). FSC-Zertifizierung im Kommunalwald. oekom Verlag. München.

 

Stock, R. (2004). Nachhaltige und multifunktionale Forstwirtschaft. Erich Schmidt Verlag. Berlin.

 

 

 

Verwandte Themen

Bildnachweis

Baumstämme:© Joujou/ PIXELIO

FSC-Siegel:www.fsc-deutschland.de

Weihnachtsbaum-Kultur: www.oekolandbau.de / © BLE / Dominic Menzler

Naturnaher Wald: Martin Stenzel

Neues Leben: Margarete Rühl