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Pilze

Hintergrund

Pilze im Wald

Pilze sind unabdingbar zum Abbau organischer Substanz. Damit die Natur nicht am eigenen Abfall erstickt, zersetzen sie die tote Materie und sorgen für Nachschub an Aufbaustoffen für andere lebende Organismen. Pilze aller Art übernehmen die Rolle der Abfallbeseitigung im Kreislauf der Natur.

Leider steht ein großer Teil der Pilzarten in der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

In ganz Deutschland gibt es etwa 5.000 verschiedene Pilzarten. Davon kommen 3.000 auch in OWL vor.

Wer Pilze sammeln möchte und nicht über langjährige Erfahrung verfügt, sollte sich bei der Bestimmung essbarer Sorten zunächst Unterstützung bei örtlichen Vereinen, Forstämtern und Pilzkennern holen.

 

Rat und Tat

Champignons

Pilze sammeln

"Die besonders begehrten Speisepilze, wie Steinpilz oder Pfifferling, stehen eigentlich unter Artenschutz. Nur eine Ausnahmeregelung im Naturschutzrecht lässt das Sammeln für den eigenen Bedarf in geringen Mengen zu. Gewerbliches Sammeln ist generell verboten. In forstlichen Anpflanzungen, ruhigen Wildeinständen oder in Naturschutzgebieten darf nicht gesucht werden. Sammler sollten sich vorher über das jeweilige Pilzgebiet informieren und Hinweisschilder beachten. Da Waldtiere besonders früh morgens und in der Dämmerung aktiv sind, vermeidet der umsichtige Sammler diese Tageszeiten."

Aktuelle Tipps gibt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

 

Pilze zubereiten

Pilze sollten immer frisch zubereitet werden. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, dürfen sie nicht roh gegessen werden.

Gereinigt werden sie mit einer Bürste, nicht mit Wasser. Erhitzen Sie die Pilze hoch und lang genug, auch um z.B. Larven des Fuchsbandwurms zu töten.

Pilze können getrocknet (mit einem Dörrgerät, oder bei niedriger Temperatur im Backofen), eingefroren oder in Essig eingelegt werden und sind so lange haltbar.

 

Pilze und Radioaktivität

Während das Bundesamt für Strahlenschutz akute Gefahren ausschließt rät das unabhängige Umweltinstitut München dagegen zur Vorsicht, vor allem in Bayern. Das Institut ist ein kompetenter Ansprechpartner zum Thema Radioaktivität www.umweltinstitut.org. Hier können auch Untersuchungen in Auftrag gegeben werden. In der Broschüre Pilze und Wild. Tschernobyl - noch nicht gegessen informiert das Institut über die Zusammenhänge.

 

 

giftiger Fliegenpilz

Was tun bei Pilzvergiftungen?

Folgende Symptome können auf eine Pilzvergiftung hinweisen:

Magendruck, Bauchschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schweißausbruch, Schwindel, Rauschzustände. Als Folge der Vergiftung können einzelne innere Organe zerstört werden. Schlimmstenfalls endet die Vergiftung tödlich.

Vergiftungserscheinungen haben je nach Pilzart unterschiedliche Latenzzeiten. Bis zu 24 Stunden können bis zum Auftreten von Symptomen vergehen. Im Einzelfall auch mehr.

Schon das Auftreten nur eines der genannten Symptome kann auf eine Pilzvergiftung hindeuten. Ausführlichere Informationen bietet der Universität Mainz auf der Seite Homepage Giftinfo.

Wenn Vergiftungserscheinungen auftreten ist schnelles Handeln gefordert. Das unmittelbare Aufsuchen eines Arztes ist notwendig. Bei einer Vergiftung durch hochgiftige Pilzsorten wie z.B. dem Knollenblätterpilz muss der Patient sofort ins Krankenhaus. Grundsätzlich gilt aber, je länger die Latenzzeit, umso gefährlicher der Vergiftungstyp.

Der unmittelbare Anruf bei einer Giftinformationszentrale in Ihrer Nähe kann Aufschluss über sofort notwendige Maßnahmen geben. Am Telefon wird erklärt wie man sich konkret verhalten soll. Noch vorhandene Pilzreste oder notfalls auch erbrochener Mageninhalt müssen zur Identifikation durch einen Pilzsachverständigen unbedingt aufgehoben werden.

 

Aus Ostwestfalen-Lippe

Roter Gitterling

Pilzfreunde Ostwestfalen Lippe

Dieser Verein besteht aus pilzliebenden Menschen, deren Aufgabe es ist, eine Lobby für Pilze zu schaffen. In regelmäßigen Exkursionen (einmal im Monat sonntags) werden heimatliche Pilzbestände gesammelt und erfasst und so der Pilz- und Pilzartenschutz voran getrieben. Zudem werden zu diesem Zwecke auch verschiedene Ausflüge, Tagungen, Ausstellungen und vieles mehr durchgeführt.

Auf der unten angeführten Internetseite finden Sie neben vielen Informationen zu Pilzen und zum Verein auch interessante Bücher und Fundlisten.

www.pilzfreunde-owl.de

 

Naturwissenschaftlicher Verein für Bielefeld und Umgebung, AG Mykologie

Diese Arbeitsgruppe trifft sich mit dem Ziel, Pilze und ihre Funktionen im Naturhaushalt zu erfassen und aufzuzeigen. In Exkursionen werden die Vielfalt und Schönheit der Pilze in ihrer natürlichen Umgebung erkundet und deren Standorte und Bedingungen für ihr Erscheinen notiert. Zudem werden abendliche Treffen durchgeführt, bei denen durch mitgebrachte Pilze Wissen vertieft und erweitert werden soll. Erreichen können Sie diese AG unter www.nwv-bielefeld.de/mykologie

 

Ansprechpartner

Lokale Ansprechpartner für Pilzinteressierte

Wer Pilze sammeln möchte, sollte sich vorab bei der Bestimmung essbarer Sorten Unterstützung bei örtlichen Vereinen bzw. ehrenamtlichen Fachkräften holen.

Ein entsprechendes Angebot bietet der Naturwissenschaftliche Verein in Bielefeld. Dort besteht eine Pilz AG Mykologie), die auch Exkursionen anbietet. Die AG Pilze trifft sich jeden 2.Montag im Monat, 19.00 Uhr im Naturkunde-Museum in Bielefeld, Kreuzstr. 38, Ecke Adenauerplatz. Weitere Termine: www.nwv-bielefeld.de/mykologie

 

Weitere Pilzberater

Die Gesellschaft für Mykologie bildet in von ihr anerkannten Einrichtungen Pilzsachverständige (früher Pilzberater genannt) aus, prüft sie und bietet Fortbildungsveranstaltungen an. Eine Liste finden mit Beratern in Ihrer Nähe finden Sie unter www.dgfm-ev.de

 

Deutsche Gesellschaft für Mykologie

www.dgfm-ev.de

 

Informationszentrale gegen Vergiftungen

Tel: 0228/19 240

Fax: 0228/28 73 314

E-Mail: gizbn@mailer.meb.uni-bonn.de

 

 

Pinnwand

Lilastieliger Rötelritterling - Pilz des Jahres 2016

Seit 1994 wird von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie jeweils ein "Pilz des Jahres" ausgewählt. Die jeweilige Art soll stellvertretend für die Pilze allgemein den Blick auf die wichtige Bedeutung der Pilze für unser Ökosystem richten. Auch die Vielfalt der Arten soll dargestellt werden.

Pilz des Jahres 2016 ist der Lilastieliger Rötelritterling (Lepista personata)

Porträts aller bis jetzt ausgewählten Arten - einschließlich des Lilastieligen Rötelritterlings - finden Sie auf der Seite der Mykologischen Gesellschaft www.dgfm-ev.de

 

 

Unterrichtsmaterialien

Auf der Internetseite der Fakultät Biologie der Uni Bielefeld finden Sie eine Literaturzusammenstellung "Pilze als Thema des Biologieunterrichts"

uni-bielefeld/biologie/didaktik

 

Auf der Seite www.zum.de/Faecher/Bio/Pilze gibt es interaktive Unterrichtseinheiten

 

Zum Thema Ökosystem Wald

www.agenda21-treffpunkt.de

 

 

Linkliste

www.pilzfreunde-owl.de

 

www.pilzbestimmung.de

Pilzbestimmung und Wissenswertes über Pilze

 

www.nwv-bielefeld.de/mykologie

Naturwissenschaftlicher Verein für Bielefeld und Umgebung, AG Mykologie (Pilze)

 

www.pilzfinder.de

Pilze von A-Z

 

www.dgfm-ev.de

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie, DGfM, versteht sich als Interessenvertreter aller Mykologen, Pilzfreunde und Naturschützer.

 

Landesbetriebs Wald und Holz Nordrhein-Westfalen

www.wald-und-holz.nrw.de/pilze-sammeln

 

 

Literatur

DelConte A. (2008). Großes Handbuch der Pilze. München. Dorling Kindersley.München.

 

GU Naturführer. Pilze einfach und sicher bestimmen (2007). Gräfe & Unzer. München.

 

Schön, G. (2005) Pilze. Lebewesen zwischen Pflanze und Tier. Beck Verlag. München.

 

 

Verwandte Themen

Bildnachweis

Pilze im Wald: © gnubier / PIXELIO

Champignons: www.oekolandbau.de / © Thomas Stephan

Fliegenpilz: © Renate Tröße / PIXELIO

Roter Gitterling: Deutsche Mykologische Gesellschaft, www.dgfm-ev.de