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Wespen und Hornissen

Hintergrund

Hornisse

In Ostwestfalen gibt es über hundert verschiedene Wespenarten. Bekannt sind vor allem zwei, die Deutsche Wespe (Vespula germanica) und die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris).

Sie kommen jedes Jahr im Juli/ August in unsere Nähe bzw. zu unseren Kuchen- Grill- oder sonstigen Leckereien. Alle anderen Wespenarten dagegen,– auch die Hornisse (Vespa crabro),– werden nicht von unserem Essen angelockt.

Wespen und Hornissen sind kein Grund zur Panik. Wenn auch lästig, so sind die in Staaten lebenden Insekten doch friedlicher, als allgemein gedacht. In aller Regel sind „vorsorgliche“ Bekämpfungsmaßnahmen völlig unnötig.

Die Tiere haben wichtige Funktionen im Naturhaushalt. Sie leisten in Gärten und in der Landwirtschaft gute Dienste als natürliche Schädlingsbekämpfer und Bestäuber.

 

 

Rat und Tat

Weder bösartig noch gefährlich - unsere heimischen Wespen

Beim schleswig-holsteinischen Naturschutzbund und auf den Seiten der Aktion Wespenschutz finden Sie viel Interessantes und Wissenswertes zu den verschiedenen Wespenarten; ihr Leben als „soziale Insekten“, ihre papierartigen Nester und ihre besondere Bedeutung in der Natur.

schleswig-holstein.nabu.de/ wespenundhornissen

www.aktion-wespenschutz.de

 

 

Wespe

Friedliche Brummer - Hornissen im menschlichen Siedlungsbereich

Beiträge von Dieter Kosmeier auf der Seite des Naturschutzbundes

www.nabu.de

oder unter www.hornissenschutz.de

informieren Sie ausführlich über die Leben und Vorkommen dieser besonders geschützten Tierart.

 

Tipps zum Umgang mit Wespen und Hornissen

Wespen und Hornissen sind friedlicher als oft gedacht. Normalerweise überwiegt das Fluchtverhalten, die Tiere stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Auch Hornissen verhalten sich von Natur aus friedlich und stechen nur bei Bedrohung.

Mit einfachen Maßnahmen können wir uns und die Insekten schützen, gelingt ein friedliches Miteinander.

  • Beugen Sie vor: Bringen Sie Fliegengitter an den Fenstern an, so verhindern sie das Hineinfliegen in die Wohnung. Hat sich ein Tier ins Zimmer verirrt hat, zwei Fenster öffnen, dann wird es meist durch die Zugluft nach draußen geleitet. Oder Sie fangen es in einem Glas und lassen es draußen frei. Dichten sie problematische Stellen ab, z. B. Einschlupflöcher an Rollladenkästen oder Zwischendecken,
  • wenn Sie sich durch eine Wespe belästigt fühlen, bleiben Sie ruhig, schlagen Sie auf keinen Fall um sich. Anders als Mücken oder Stechfliegen wollen Wespen nichts von Ihnen und verschwinden bald von selbst,
  • hauchen Sie die Tiere nicht an, das in der Atemluft enthaltene Kohlendioxid ist für Wespen ein Warnsignal,
  • decken Sie Speisen und Getränke im Freien immer ab,
  • benutzen Sie während der Wespenzeit im freien Strohhalme, trinken Sie nicht direkt aus Dosen oder Flaschen,
  • wischen Sie Kindern nach dem Essen Hände und Mund ab, um keine Wespen anzulocken,
  • laufen Sie auf Blumen- oder Streuobstwiesen nicht barfuß,
  • sammeln Sie Fallobst täglich auf,
  • halten Sie Abfallbehälter geschlossen.

 

Bei einem Wespenstich hilft:

Zwar ist ein Wespenstich meistens schmerzlich und lästig, gefährlich ist er für die allermeisten Menschen nicht; auch bei vielen Stichen sind keine bedrohlichen Vergiftungen zu erwarten. Gleiches gilt für einen Hornissenstich.

  • Wenn möglich den Stachel vorsichtig aus der Haut entfernen,
  • die betroffene Stelle zur Schmerzlinderung und gegen Schwellungen kühlen (mit feuchten Umschlägen, Zwiebel- oder Zitronenscheiben, Salben oder auch Arnikatinktur),
  • das betroffene Körperteil möglichst hochlagern,
  • bei Stichen in den Mund ist sofort ärztliche Hilfe erforderlich (bis zum Eintreffen eines Arztes Eis lutschen um die gefährliche Schwellung zurückzuhalten),
  • ärztliche Hilfe ist ebenfalls bei einer allergischen Reaktion nötig.

Allergische Reaktion auf Wespenstiche

In sehr seltenen Fällen,– bei etwa 3- 3% der Bevölkerung,– kann es zu allergischen Reaktionen auf Wespen – oder Hornissenstiche kommen (Hinweise sind sehr große Schwellungen und Rötungen über die Stichstelle hinaus, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Atem- und Kreislaufbeschwerden).

Dann ist sofort ärztliche Hilfe erforderlich.

Menschen, mit nachgewiesener Insektengift-Allergie sollten sich unbedingt über Erste Hilfe Maßnahmen informieren und ein sogenanntes Notfallset immer bei sich tragen.

 

Leere Hornissenwaben

Nester von Wespen und Hornissen

Deutsche Wespe und Gemeine Wespe bauen ihre Nester in Erdhöhlen oder in dunklen Hohlräumen. Hängende Nester in Sträuchern, Bäumen oder auf hellen Dachböden stammen von anderen Arten, die nicht an menschliche Nahrungsmittel fliegen, z. B. von der Sächsischen Wespe (Dolichovespula saxonica), die sehr oft in Häusern nistet.

Aufgrund übertriebener Ängste werden häufig Nester vernichtet, auch wenn es sich um geschützte Arten handelt.

Wenn einige Regeln beachtet werden (s. u.), sind Wespen- und Hornissennester kein Problem, stellen keine Gefahr dar.

  • Abstand zum Nest halten (2-4 Meter),
  • die Flugbahn nicht versperren,
  • ggf. den Standort durch eine niedrige Absperrung kennzeichnen,
  • Einfluglöcher nicht verstopfen und nicht in den Einfluglöchern stochern,
  • heftige Bewegungen und Bodenerschütterungen vermeiden.

Befindet sich ein Nest einmal an einem nicht tolerierbaren Standort, nehmen Sie Kontakt mit Fachleuten auf. Bei den Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte können Sie sich die Kontaktdaten sogenannter Wespenberater geben lassen (s.Rubrik “Ansprechpartner). Sie schauen sich gerne die Situation vor Ort an. Die Experten können die Wespenart bestimmen, sie wissen, wie man sich und die Tiere schützen kann und sie siedeln,– wenn nötig,– ein Nest ggf. auch um.

Sollte es doch einmal unumgänglich erscheinen ein Nest zu entfernen, wenden Sie sich an einen ökologisch arbeitenden Schädlingsbekämpfer, zu finden beim Verein zur Förderung der ökologischen Schädlingsbekämpfung, www.vfoes.de.

 

Hornissen und viele Wespenarten stehen unter Schutz

Hornissen und Hummeln sind mittlerweile schutzbedürftig, weil sie nur noch selten vorkommen. Sie stehen unter dem besonderen Schutz der Bundesartenschutzverordnung. Sie dürfen daher nicht getötet oder ihre Bauten zerstört werden.

Auch Wespennester geschützter Arten dürfen nicht ohne besonderen Grund zerstört werden. Für die Beseitigung muss eine Genehmigung der Unteren Landschaftsbehörde eingeholt werden.

 

 

Aus Ostwestfalen-Lippe

Am Nesteingang

Untere Landschaftsbehörde im Umweltamt Bielefeld

Tel.: 0521 / 51 6748

E-Mail: umweltamt@bielefeld.de

Tel.: 0521 / 51-2264 (Katharina Strunk)

oder 51-6578 (Daniel Ditz)

 

Untere Landschaftsbehörde Kreis Gütersloh

Tel.: 0 52 41 / 85-0

Thomas Bierbaum

Tel.: 0151 121 429 33/ Tel.: 05241 / 85 - 2712

thomas.bierbaum@gt-net.de

 

Untere Landschaftsbehörde Kreis Herford

Tel.: 0 52 21 / 13 2330

Frau Frick-Pohl

Tel.: 052 21 / 13 2321

E-Mail: H.Frick-Pohl@kreis-herford.de

 

Untere Landschaftsbehörde Kreis Höxter

Tel.: 0 52 71 / 965-0

Tel.:05271/965-4200

E-Mail: k-o.ebeling@kreis-hoexter.de

 

Untere Landschaftsbehörde Kreis Lippe

Frau Kapper

Tel: 05231 /6 2630

E-Mail: H.Kapper@lippe.de

 

Untere Landschaftsbehörde Kreis Minden-Lübbecke

Umweltamt

Tel.: 0571 / 807-2327

E-Mail: umweltamt@minden-luebbecke.de

 

Untere Landschaftsbehörde Kreis Paderborn

Tel.: 0 52 51 / 308-0

Telefon: 05251 / 308 128

E-Mail: fb61@kreis-paderborn.de

 

Naturwissenschaftlicher Verein für Bielefeld und Umgebung

www.nwv-bielefeld.de/

 

 

Ansprechpartner

Hans-Rainer Neuber
Staatl. gepr. Desinfektor & Schädlingsbekämpfer
Landweg 8
33829 Borgholzhausen
Telefon 05425-5529
Mobil 0163-1424849
E-mail: info@ihs-neuber.de
www.ihs-neuber.de

 

Berater und Fachleute aus ganz Deutschland und angrenzenden Ländern, die vor Ort über Hummeln, Bienen, Wespen und Hornissen beraten, informieren und eventuell umsiedeln finden Sie auf der Website www.hymenoptera.de/beraterdatenbank

 

Regionale Ansprechpartner, s.o.

 

Linkliste

Aktion Wespenschutz

www.aktion-wespenschutz.de

 

www.hornissenschutz.de

 

Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Wespe, Hornisse und Co.

www.nlwkn.niedersachsen.de/naturschutz/wespe_hornisse_und_co

 

Naturschutzbund NABU

www.nabu.de

 

Umweltamt Bielefeld

www.bielefeld.de/wespe

 

PAN Germany, setzt sich dafür ein, Risiken und Verbrauch gefährlicher Biozide zu senken

www.pan-germany.org

 

Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V.

www.vfoes.de.

 

 

Literatur

Witt, R. ((2009). Wespen - beobachten, bestimmen. Oldenburg: Vademecum-Verlag.

 

Bellmann, H. (2005). Bienen, Wespen, Ameisen: Hautflügler Mitteleuropas. Stuttgart: Kosmos Verlag.

 

Bielefelder Umweltamt: Keine Angst vor Wespen und Hornissen.

Als Download unter: www.bielefeld.de/wespe.

 

Naturschutzbund, NABU

Broschüre Bienen, Wespen und Hornissen

Zu bestellen unter Bienen_Wespen_Hornissen

 

Schremmer, F. (2004). Wespen und Hornissen: Die einheimischen sozialen Faltenwespen.

Hohenwarsleben. Westarp Wissenschaften Verlag.

 

 

Verwandte Themen

Bildnachweis

Hornisse: Bärbel Schulz www.pixelio.de

Wespe: Ingo Ludwichowski www.nabu.de

Leere Hornissenwaben in Aufsicht: Ingo Ludwichowski www.nabu.de

Am Nesteingang; Uwe Steinbrich www.pixelio.de